South Island Roundabout

Während der Rundreise auf der Südinsel Neuseelands gibt es einige Wiedersehen. Zunächst treffen wir Jördis in Christchurch, die wir auf der Tour durch die Westmongolei kennen gelernt hatten, und nehmen sie kurzerhand in unserem Campervan für ein paar Tage mit. Zusammen gehen wir mit Descend Scuba Diving im sonnigen Milford Sound tauchen – bei Lance und Simone hatte ich vor vier Jahren meinen Advanced Open Water in Queenstown gemacht. Und am letzten Abend statten wir noch kurz J. aus Berlin einen Besuch ab, die hier bereits seit einigen Monaten am reisen und arbeiten ist. South Island Roundabout weiterlesen

Ciao ciao, O Sohle mio!

Zwei mal um die halbe Welt habt ihr mich getragen. Vor vier Jahren, ganz neu, zum Mount Fuji und quer durch Neuseeland, später durch Südosteuropa, jetzt durch Sibirien, den Altai und halb Südostasien. Doch zuletzt lief es nicht mehr so richtig mit uns. Selbst leichter Regen oder eine Pfütze sorgten für nasse Füße, die glatt geschliffene Sohle taugt nur noch für Tango statt Trecking.

Einen Versuch zur Reparatur hat es ja gegeben, doch das beschämte Gesicht und die umständliche Ausrede des Schusters in Kyoto sprachen Bände. Nun hat sich euer Ersatz in Form australischer Allzweckschuhe bewährt, und ihr dürft in den verdienten Ruhestand gehen.

Einfach so wegwerfen ging gar nicht, euch mit nach Hause zu nehmen um sie an den Nagel zu hängen erst recht nicht. So hängt ihr nun, einer lokalen Gepflogenheit folgend, im Outback an einem Baum, mit Blick auf den Highway und einigen Gummisandalen weit unter euch.

Shoes on a tree

Farewell, good bye und alles Gute!

Just a happy camper

Der Campervan ist beladen, endlich geht der Roadtrip richtig los. Zunächst statten wir dem pittoresken Hahndorf einen kurzen Besuch ab, in dem allerlei „deutscher“ Kitsch wie Kuckucksuhren, Dirndl und Lederhosen verhökert werden. Dabei wurde der Ort doch von preußischen Lutheranern gegründet, die vor dem religiösem Fundamentalismus eines Friedrich Wilhelm III. geflüchtet waren.

Wir waren wegen der „german bakeries“ gekommen, doch auch das war ein Reinfall. Auch hier gab es nur das superfluffige Gummiweißbrot wie überall sonst auch (ok, und Bienenstich und Laugenbrezen und Blueberry Cheesecake).

Die Nacht verbringen wir am Strand von Port Parham. Dieser ist von einer teils fünfzig Centimeter dicken Schicht Seegras bedeckt und lädt daher wenig zum schwimmen ein. Dafür kommt man gut mit netten australischen Campern ins Gespräch, und wir erhalten einige Tipps für die Weiterfahrt Richtung Westen.

Fehlstart in Melbourne

Spontane Planänderungen führen zu unvorhergesehenen Resultaten. Manchmal wird dadurch alles noch besser, manchmal geht es in die Hose. Leider hatten wir gerade letzteres. Die Details spielen hier keine Rolle, doch die Idee, mit einem selbst ausgebautem Truck einen Roadtrip zu machen, ist für uns gestorben. Nach knapp zwei Wochen sind wir gerade mal 100 Kilometer weit gekommen, ins Surferparadies Torquay.

Hier finden ab morgen die Rip Curl Pro Bells Beach Meisterschaften statt. Was für uns bedeutet, schnell das Weite zu suchen, es werden tausende von Besuchern erwartet und Unterkünfte sind, wenn überhaupt, nur noch zu horrenden Preisen verfügbar.

Ist aber alles kein Problem, wir haben jetzt einen eigenen kleinen Mietwagen und freuen uns darauf, die Great Ocean Road zu erkunden.

22. Etappe: Ranong – Phuket – Kuala Lumpur – Melbourne

Unsere Zeit in Asien endet mit einem zweitägigem Ritt. Mit dem Speedboat nach Ranong, Pickup zur Busstation, mit dem Bus nach Phuket, vom Highway mit dem Tricycle zum Flughafen, mit dem Flieger nach Kuala Lumpur, nach einem Stopover in der Stadt der nächste Flug auf die Südhalbkugel, nach Melbourne. 22. Etappe: Ranong – Phuket – Kuala Lumpur – Melbourne weiterlesen

Von Mahdaylayhattan ins Land der Shan

Das endlose, staubige Straßenraster von , welches der Bus vom Flughafen aus durchqueren muss wirkt erst einmal wenig einladend. In dessen Zentrum befindet sich die schlechte Replik eines im zweiten Weltkrieg zerstörten Palastes, dessen riesige Grundfläche zum größten Teil militärisches Sperrgebiet ist. Auch der Hype um den Sonnenuntergang vom mit Pagoden gepflasterten Hügel scheint übertrieben und sorgt ähnlich wie Luang Prabang oder Angkor für überfüllte Aussichtsterrassen.

Von Mahdaylayhattan ins Land der Shan weiterlesen

20 letters into the future