Von Kritikern einer Bahnprivatisierung wurde oft das Negativbeispiel British Rail genannt. Nachdem die staatliche Eisenbahn zerteilt und verhökert wurde (was sogar Margaret Thatcher zu weit ging), häuften sich Betriebsstörungen, Verspätungen und Unfälle. Und was haben wir jetzt bei der Berliner S-Bahn? Betriebsstörungen, Verspätungen und Unfälle.
Mir war ja Twitter auch lange Zeit suspekt, aber gerade zeigt sich, dass es halt doch immer darauf ankommt, wie und für was eine Technik eingesetzt wird. Der Twitter Stream #tempelhof gibt schon einen guten Eindruck der Geschehnisse, auch wenn vieles wiederholt wird. Zum Beispiel diese Bilder aus der Berliner Morgenpost von einem Zivil-Polizisten, der mit seiner Waffe einen Demonstranten bedroht:
Hab jetzt auch nen Twitterfeed. Wen’s interessiert. Werde da bestimmt noch seltener posten als hier, aber wenn, dann vor allem mobil! Zum Beispiel mache ich jetzt mal eine Fahrradtour immer schön am Tempelhofer Zaun entlang, um zu sehen, was da so passiert. Erste Festnahmen haben wohl stattgefunden.
Wenn man dieser Tage im Iran versucht, YouTube zu öffnen, bekommt man obige Sperrseite zu sehen. Ich kann leider kein Persisch, und deshalb nicht lesen was dort steht. Ich weiß nicht mal, ob das Persisch ist. Glücklicherweise ist die E-Mail-Adresse filter@dci.ir aussagekräftig genug. Schon praktisch, so eine Filterliste.
Gesehen in der gestrigen Ausgabe der schweizer Nachrichtensendung 10vor10, die ja auch auf 3sat wiederholt wird.
Da bekomme ich doch ein wenig nostalgisches Pipi in die Augen. Eine meiner ersten Homepages hatte ich dort untergebracht, so wie Millionen andere Internetuser in den 90ern auch. Durch die stetigen Verschlimmbesserungen wie dem G-Watermark war das aber irgendwann kein Thema mehr. Bei einer der vielen Account-Umstellungen habe ich dann auch noch die Reaktivierung vergessen haben, sonst gäbe es wohl immer noch die Seite unter dem SEO-URL-Alptraum namens www.geocities.com/TimesSquare/Alley/7042/.
Um mal eine Analogie für all die frischen Web2.0-User zu ziehen: Geocities war mal ein ähnlich großer Name wie heute MySpace, und hatte im Prinzip sehr ähnliche Ziele.
In der Berliner Galerie neurotitan kann man noch bis einschließlich Samstag die Ausstellung "Ich bin 8 bit" betrachten. Da scheint es um niederbittiges Charakter-Design zu gehen, nachgebildet aus Unmengen von Post-It Zettelchen.
Gefunden via Grind That Authority, die sich jetzt damit rühmen dürfen, aus einem Kuhkaff heraus einem Hauptstädter einen Kulturtipp gegeben zu haben.
Die letzten Tage dieses Theaterdings in der Mainzer Straße sind ja nun leider, leider angebrochen. Vor allem, wenn ich bedenke, dass ich diesen Laden erst im letzten Winter überhaupt kennengelernt habe, obwohl der ja ungefähr zur selben Zeit aufgemacht hat, als ich nach Neukölln kam.
Was soll’s - keine Zeit für Tränen, lieber beim Abschied mitfeiern. Geöffnet ist seit Montag Abend durchgehend bis Sonntag Mitternacht, mit einem nochmal wirklich schönem Schlussprogramm.
Ein SSH-Zugang ist für die Administration des Servers unerlässlich. Gleichzeitig bedeutet ein unsicherer Zugriff die größte Gefahr. Natürlich kann man argumentieren, dass mit einem sicheren Passwort schon sehr viel getan ist, hier soll noch ein wenig darüber hinaus getan werden.
Stadtteilinitiativen und auch Antifa-Gruppen rufen im Internet zu einer "öffentlichen Massenbesetzung" des ehemaligen Flughafens Tempelhof am 20. Juni auf.
Abstimmung mit den Füßen sozusagen. Warum nicht, so würden schon öfters sinnlose Barrieren und Grenzen überwunden
Was die Distribution angeht habe ich mich für Ubuntu Server 8.04 entschieden. Ich arbeite am Desktop schon länger mit Ubuntu, und habe auch sonst meist mit Debian-basierten Systemen zu tun gehabt. Mit Suse oder CentOS komme ich zwar auch klar, aber so richtig warm geworden bin ich mit denen nie. Der Longterm-Support von Canonical ist von persönlichen Präferenzen abgesehen aber auch ein wichtiges Argument.
Als virtuelle Maschine verwende ich die kostenlose VirtualBox 2.1. Mit dieser Version wurde zu VMware weiter aufgeholt, insbesondere ist die Netzwerk-Konfiguration bedeutend einfacher geworden.
Jörg Kantel, seines Zeichens Neuköllner, Blogger und bekennender Anhänger der Graswurzel-Publizistik, hat sein zweites Buch veröffentlicht: Per Anhalter durch das Mitmach-Web. Um das ganze ein wenig zu feiern, veranstaltet er eine Verlosung von 7 Exemplaren, an der ich durch diesen Beitrag teilnehme. So einfach geht das also mit dem viralen Marketing!
Aber ernsthaft - wenn es schon mal einer aus Neukölln "geschafft" hat, dann wird dem natürlich gerne geholfen. Außerdem habe ich gleich eine wunderbare Ausrede, um morgen endlich mal den Sandmann von innen zu begutachten.
Update: gewonnen habe ich zwar nicht, aber es sah kurz danach aus. Deswegen kann man mich auch im Verlosungsvideo grenzdebiel in die Kamera klatschen sehen. Aber darum ging’s auch eher nebenbei, ich fand’s schön, die Anwesenden getroffen zu haben.