Ulaanbaatar

Der Zug nach Ulaanbaatar ist endlich mal mit chinesischer Garnitur ausgestattet. Die (nun ausschließlich männlichen) Zugbegleiter befeuern das Heißwasser mit Holz und Kohle, und kochen sich auf dem Ofen eine Suppe. Das Restaurant ist in gedeckten Rottönen schön ausgestattet und lässt den Luxus der gehobenen Zugklassen erahnen. Auch hier ist die Wirtin äußerst gesellig und weiß mit pikanten Details ihrer Kollegen aufzuwarten. Zum Grenzübertritt müssen wir aber ins Abteil zurück, das Restaurant wird dann auch ausgewechselt. Das ganze Porzedere dauert auch nicht länger als zwischen Litauen und Russland; von den sechs bis zehn Stunden, die gerne kolportiert werden, kann keine Rede sein. Ulaanbaatar weiterlesen

Do svidanija, Rossija!

Heißa, was für ein Ritt! Russland ist auf jeden Fall eine Reise wert, so viel steht mal fest. Ich habe viel gesehen und gelernt. Selbst kyrillisch kann ich mittlerweile ein wenig entziffern, und freue mich bei jedem erkannten Wort auf’s neue. Das wird mir hoffentlich in der Mongolei auch ein wenig helfen, auch wenn es da vermutlich keine ähnlichen Worte wie Magazin (Geschäft) oder Kofi (Kaffee) mehr gibt. Do svidanija, Rossija! weiterlesen

7. Etappe: Jekaterinburg – Irkutsk – Khuzhir

Es ist erstaunlich, wie gut man kommunizieren kann, selbst wenn auf beiden Seiten nur wenige Brocken gemeinsamer Wortschatz existieren. Ein Phrasebook sowie das universelle Point it helfen natürlich auch weiter. So lernen wir schließlich Svetlana und Dimitri auch mit Namen kennen und haben sehr unterhaltsame Gespräche. 7. Etappe: Jekaterinburg – Irkutsk – Khuzhir weiterlesen

6. Etappe: Moskwa – Jekaterinburg

Die Tage in Moskau sind davon geprägt, dass wir vor der Abreise nicht alle Vorbereitungen geschafft hatten und das jetzt endlich nachholen wollen. So will ich noch in eine leichtere und robustere Kamera investieren, und wir brauchen auch beide noch vernünftige Wind- und Wetterjacken. Dank des schwachen Rubels ist Shopping in Moskau tatsächlich gut ein Viertel günstiger als in Berlin. 6. Etappe: Moskwa – Jekaterinburg weiterlesen

5. Etappe: Sankt-Peterburg – Moskwa

Die Tage in dieser schönen Stadt vergehen viel zu schnell. Wir spazieren viel herum, probieren georgisches Essen und russische Sushi-Varianten und genießen die Atmosphäre. Besonders nett ist Oleg, dessen Familie wir im Zug kennen gelernt hatten, der uns eine Weile in der Stadt herum führt und interessante Details erzählen kann. So erfahren wir, dass die finnische Kirche zu Sowjetzeiten als Schwimmbad genutzt wurde. 5. Etappe: Sankt-Peterburg – Moskwa weiterlesen

Sankt Petersburg

Im Bahnhof brauchen wir erst mal einen Kaffee, um uns ein wenig an schon wieder ein neues Land zu gewöhnen; der pompöse Bau von 1837, die kyrilische Schrift und der Fakt, dass wir die Wegbeschreibung zum Soul Kitchen Hostel nicht ausgedruckt haben tragen zur Nervosität weiter bei. Zum Glück fällt mir der doch recht einfache Weg nach einem Blick auf den Stadtplan wieder ein. Eine kurze Fahrt mit der Metro und 15 Minuten zu Fuß später werden wir bereits sehr herzlich am Empfang begrüßt.

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3. Etappe: Vilnius – Riga

Die Nacht in einem Reisebus zu verbringen ist weit weniger erholsam als gedacht. Auch dass sich der gewählte Ausstieg „Vilnius City Centre (Panorama)“, an dem wir schlaftrunken aus dem Bus geworfen werden, ein paar Kilometer von eben jenem entfernt befindet, trägt nicht gerade zum Wohlempfinden bei. Es benötigt der Fahrt in einem 60er-Jahre-Trolleybus, der Abgabe unserer Rucksäcke an der zentralen Busstation und eines kleinen Nickerchens im Park zwischen Bahnhof und McDonald’s bevor wir den sonnigen Tag in der litauischen Hauptstadt genießen können.

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Kaiserlicher U-Boot-Bunker zu Berlin

Das neue Berliner Schloss ist ja nun im Rohbau fertig.

Ich weiß jetzt gar nicht, ob der Kaiserliche U-Boot-Bunker zu Berlin auch wieder vollständig hergestellt wird? Da ist ja, wie auf dem Bild unten mittig zu erkennen, nur noch der geheime Eingang am KupfergrabenSpreekanal erhalten geblieben.

Schließlich ist die Anlage nicht minder geschichtsträchtig! Hier war es, wo Kaiser Wilhelm II am 9. November 1918 die Flucht antrat, um über den Seeweg sein Exil in den Niederlanden anzutreten.

Update: da denkt man sich irgendwelchen Quatsch aus, und dann stimmt das auch noch mehr als man glauben mag. Laut Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin war das tatsächlich ein Yachthafen, und es gibt auch ein Bild von den Bauarbeiten im Jahr 1896, welches ich mit dessen freundlicher Genehmigung hier abbilden darf:

Copyright: WSA Berlin (www.wsa-berlin.wsv.de)

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