Archiv der Kategorie: Berlin

Großstadtleben

Die neuen Paläste haben schon Risse

Die Glasscheiben des Bahntowers am Potsdamer Platz sind offenbar absturzgefährdet. Am Montagmittag ging im zehnten Stock des 103 Meter hohen Gebäudes eines der gläsernen Dekorationselemente zu Bruch, Teile des Fensters regneten dann in Splittern auf den Gehweg.
[…]
Der Vorfall weckt Erinnerungen an den August 2005, als aus 30 Metern Höhe eine Fensterscheibe aus dem 26 Stockwerke hohen Bahntower auf den Fußweg stürzte und eine zweite abzustürzen drohte. Auch damals wurde niemand verletzt. Bereits im Jahr 2002 war im 25. Stock des Gebäudes eine Scheibe gesprungen und drohte herunterzufallen.

via Tagesspiegel: Glasscheibe stürzte vom Bahntower

Der abstürzende Stahlträger am Hauptbahnhof ist ja auch noch in guter Erinnerung…

Elektronischer Hörgenuss in Neukölln

Es gibt sie halt doch, die interessanten Zufallsfunde aus dem Netz. Am Freitag, den 23. März 2007 findet in der Martin-Luther-Kirche in Neukölln eine Noise-Musik-Video-Performance statt.
DIENSTbar
Gefunden habe ich das auf dem MySpace von Ohmnoise. Auf der DIENSTbar-Homepage ist die Veranstaltung zwar (noch) nicht aufgeführt, dafür aber alle Events der letzten 7 Jahre. Warum nur sind die mir nicht schon mal früher aufgefallen?

Links zu den aufgeführten Künstlern:

Tempelhof wird (irgendwann) geschlossen

Mittlerweile glaube ich das zwar erst, wenn es wirklich so weit ist, aber immerhin gibt es ein weiteres Gerichtsurteil, was die Hoffnung nährt. Von einer Schließung kann Neukölln nur profitieren. Momentan werden zwei der schönsten Orte regelmäßig mit großem Lärm überflogen: der Körnerpark und der Richardplatz und mein Balkon. Dabei kann man gerade da im Sommer so schön im Freien verweilen. Naja, wir hoffen auf den Sommer 2009, und schauen uns solange beim Schockwellenreiter ein Plainspotting-Video an.

Club Transmediale 2007

Da es jetzt doch schon recht spät ist, nur ein kurzer Abriss:

Die Maria ist als Location für sowas sehr nett, wenn vielleicht auch etwas zu geräumig. Die Visuals machen in der Größe auf jeden Fall was her.

Highlight des Abends waren definitiv Fuckhead. Eine wahnsinnige Mischung aus Noise, Punkrock, nackten, tätowierten Leibern, schleimigen Flüssigkeiten und clownesker Peformancekunst. Ganz groß. Hier ein kurzes Video von Youtube, mehr gibts als MOV auf deren Homepage.

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Ich habe bei Flickr ein paar Handybilder hochgeladen; unter dem Tag findet sich noch mehr (und natürlich auch nichtrelevante Sachen, die trotzdem lustig sind).

Angekündigtes und erwartetes Highlight war ja eigentlich Venetian Snares, doch nach Fuckhead war ich schlicht satt. Nach nicht mal einer Stunde im Set war ich schon auf dem Weg nach Hause.

Diamanda Galás spielt in Berlin

Diamanda GalásNach langjähriger Pause beglückt uns Diamanda Galás endlich mal wieder mit einem Konzert in Deutschland. Wer die Königin der Vokalistik-Avantgarde erleben will, hat dazu am 18. November in der Passionskirche die Gelegenheit.

Das Konzert findet im Rahmen des „Wie es Ihr gefällt“ Musikerinnen-Festivals statt. Neben Diamanda Galás und vielen anderen internationalen Künstlerinnen hat da übrigens auch Anat einen Auftritt (12. November im Kesselhaus der Kulturbrauerei).

Drei Konzerte am Samstag

Wenn man Musiker im Freundeskreis hat, freut man sich immer, wenn sie ein Konzert geben können. Auch wenn das mal, wie am Samstag, etwas hektisch werden könnte.

17:30 Blücherplatz: Anat Tuvia

Weltmusik zwischen Orient und Okzident. Das Konzert findet Rahmen des Straßenfestes zum Karneval der Kulturen statt.

20:00 Gendarmenmarkt: Zeljko Vlahovic

Technisch perfekte, und dennoch sehr gefühlvolle Darbietungen klassischer Klavierstücke von Chopin, Haydn und Liszt. Ja, besonders der Liszt hat es Zeljko angetan. Aber selbst als Laie bin ich nicht nur von Chopins zweiter Sonate in b-Moll begeistert. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Piekfein sozusagen.

20:00 Schlesisches Tor: 20MeterBreit, Tollkirsch, Miss America

Satanistischer Post-Noise-Rock oder Glamour-, Krawall- und Agit-POP? Durch den Abend mit anschließender Party leitet der unvergleichbare Jonny Freedom! Im Kato.

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Rauschendes Fest beim Ordnungsamt in Berlin-Mitte?

In Berlin-Mitte konnten in einer konzertierten Aktion zwischen der für den Verkehr zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Ordnungsamt von Berlin-Mitte am neuen LehrterHauptbahnhof in den letzten Tagen hunderte von Autofahrern mit Knöllchen wegen Falschparken bedacht werden. Aufgrund der unverhofften Mehreinnahmen dürften heute Abend bei den Verantwortlichen die Sektkorken geknallt haben. Mitte ist ähnlich wie Neukölln ein Bezirk mit sehr viel Armut, insbesondere nach der Fusion mit Wedding und Tiergarten.

via Tagesspiegel vom 01.06.2006

Experiment gelungen. Die „asphaltiert(en) oder geschottert(en)“ Grundstücke müssen auf die Autofahrer wie ein Stück Käse auf eine Maus gewirkt haben, angesichts fehlender Wegweiser und Parkhausgebühren von 15 € am Tag (so teuer ist das sonst nur noch in München: PDF). Noch dazu war zur Einweihung das Parkhaus gesperrt. Bei einer Falschparken-Gebühr von 160 € macht das alleine bei der Aktion auf der Invalidenstraße ca. 20,000 €. Nicht schlecht. Sowohl das Falschparken als auch das Eintreiben sind Anzeichen für einen faktischen Anarchokapitalismus, wenn man Grund als das wertvollste materielle Eigentum betrachtet.

Das Ende des Leidens – Current 93 in der Volksbühne

Am Montag hatte ich das Glück, in der Berliner Volksbühne einer seltenen und nicht weniger beeindruckenden Musikdarbietung beizuwohnen: dem (neben einer Vorstellung am Sonntag) ersten Deutschland-Konzert der britischen Neofolk-Band Current 93 seit 15 Jahren. Eigentlich ist diese Art von Musik eher weniger mein Fall, aber gestern konnte ich mich der Begeisterung nicht entziehen. Doch der Reihe nach. Das Ende des Leidens – Current 93 in der Volksbühne weiterlesen