Google – der Djinni des Informationszeitalter

Vor kurzem hatte ich hier über eine satirische Auflistung von Produkten berichtet, die Google entwickeln sollte. Platz 1 war „Google TV“, was durch die Analyse von Suchanfragen und Online-Kaufverhalten personalisierte Werbung in ein laufendes Fernsehprogramm injizieren sollte. Doch die Realität schlägt die Fiktion.

Denn heute berichtet golem.de über ein tatsächlich existierendes Konzept von Google Research, was sich ebenfalls der Einblendung von interaktiven Inhalten in ein Fernsehprogramm widmet (genannt „mass personalization„). Hier soll allerdings ein Tonmitschnitt der akutellen Umgebung des Fernsehgerätes an Google gesendet werden, was dann nach einer Analyse für passende Einblendungen sorgen soll. Richtig gelesen, man hat die ganze Zeit ein offenes Mikrofon in seiner Bude stehen, und Google hört mit. Im Bericht ist zwar nur die Rede von einem Matching auf ein laufendes Fernsehprogramm oder einen Film, aber eine Anpassung auf laufende Gespräche zu implementieren ist sicherlich nur eine Kleinigkeit.

Welch‘ fantastische Möglichkeiten sich da ergeben! GOOGLE – der Djinni des Informationszeitalter, mit unbegerenzt vielen Wünschen. Zum Beispiel wenn ich mal wieder laut fluchend feststelle, dass kein Klopapier mehr da ist, dann kommt flugs der Charmin-Bär auf meinen Fernseher geschlichen, und fragt mich mit seiner unnachahmlichen Kumpel-Masche, ob ich nicht schnell welches haben möchte, gerne auch per Expresslieferung direkt zu mir nach Hause. Nur einen Knopfdruck entfernt. Denn meine persönlichen Daten wie Anschrift, Kreditkartennumer und Papiersortenpräferenz haben sie ja schon.