Rootserver: Basissystem in einer VirtualBox

Was die Distribution angeht habe ich mich für Ubuntu Server 8.04 entschieden. Ich arbeite am Desktop schon länger mit Ubuntu, und habe auch sonst meist mit Debian-basierten Systemen zu tun gehabt. Mit Suse oder CentOS komme ich zwar auch klar, aber so richtig warm geworden bin ich mit denen nie. Der Longterm-Support von Canonical ist von persönlichen Präferenzen abgesehen aber auch ein wichtiges Argument.

Als virtuelle Maschine verwende ich die kostenlose VirtualBox 2.1. Mit dieser Version wurde zu VMware weiter aufgeholt, insbesondere ist die Netzwerk-Konfiguration bedeutend einfacher geworden.

Ein Tutorial für das Setup findet man z.B. bei help.ubuntu.com. Es gibt allderings bei der Installation in eine VirtualBox zwei kleine Fallen. So sollte man am besten gleich vor dem Setup die VM so einstellen, dass das Netzwerk als Hostinterface funktioniert, und in den erweiterten Einstellungen PAE/NX aktivieren. Package Tasks habe ich während des Setups nicht ausgewählt, um nicht gleich zu Beginn ungesicherte Dienste am Laufen zu haben.

Bei einem gemieteten Server kann ich mich gleich zu Beginn via SSH auf eine IP einloggen. In der VirtualBox geht das nicht, da kein SSH-Server installiert ist, und man die IP auch gar nicht kennt. Also erst mal direkt einloggen und mit

sudo apt-get install sshd

Remote-Logins ermöglichen. Mit ifconfig findet man die IP heraus. Diese erhält der Server übrigens vom selben DHCP-Server wie das Hostsystem. Der Einfachheit halber kann man im lokalen Router für die in den VM-Einstellungen vergebene MAC eine feste IP einstellen. Jetzt kann man den virtuellen Server im Grunde genauso behandeln wie einen echten.

In den nächsten Beiträgen werde ich den Server zunächst absichern, um in Ruhe die weiteren Dienste installieren, konfigurieren und freigeben zu können.