Amazon stellt Wii in Cybersex-Ecke

Hier mal wieder ein Paradebeispiel, was bei großen, automatisch ausgewerteten Datenbanken so alles schief gehen kann. Ich informierte mich gerade bei Amazon ein wenig über die Wii, klickte durch die Empfehlungen und landete auf der Produktseite für Pokémon Battle Revolution – wohlgemerkt, ohne eingeloggt zu sein. Und was musste ich dann mit großem Erstaunen bei den „Lieblingslisten“ auf der Seite sehen:

Lieblingsliste

Das geschah offenbar nur, weil in der Liste neben ganz viel Erotikkrams auch MySims für die Wii eingetragen wurde (ich will nicht wissen, was manche Leute so mit ihren Sims machen).

Das Ergebnis dürfte von Amazon wohl kaum erwünscht sein. An mangelndem technischem Wissen dürfte es kaum liegen – wenn sich jemand mit Datamining auskennt, dann ja wohl Amazon. Diese ganzen Lieblingslisten und Empfehlungen sind ja ein Paradebeispiel für die Verknüpfung von Informationen aus verschiedenen Quellen.

Wenn jetzt aber nicht mal ein Profi wie Amazon das fehlerfrei hinbekommt, wie soll ich dann bei der Vorratsdatenspeicherung darauf vertrauen, dass da nicht auch fehlerhafte Zusammenhänge hergestellt werden – mit potentiell viel weitreichenderen Konsequenzen?