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Ruanda Roadtrip: Im Schatten des Vulkans

Unser letzter Stop am Kivusee ist die am nördlichen Ufer gelegene Stadt Gisenyi. Ähnlich wie bei Cyangugu im Süden geht das Stadtgebiet auf kongolesischer Seite mit der Millionenstadt Goma weiter. Hier trennt aber kein Fluss, sondern ein Grenzstreifen mit Wachtürmen die beiden Staaten. Ein wenig erinnert es schon an Berlin während der Teilung, allerdings wurden beide Städte unabhängig voneinander gegründet und sind mit der Zeit zusammengewachsen. Es gibt auch keine große Betonmauer, ein Zaun aus rostigem Altblech oder normale Ziegelmauern scheinen zu genügen.

Grenzgebiet zwischen Gisenyi und Goma

An beiden Grenzübergängen herrscht reger Verkehr; am nur für Fußgänger nutzbaren Petit barriere werden aus Altmetall geschweißte Lastenräder mit Hochsitzen als boda-to-boda Fahrzeug genutzt, damit auch Personen mit Gehbehinderung oder solche mit schwerem Gepäck die Grenze passieren können. Insbesondere von erster Gruppe scheint es hier auffällig viele zu geben. Inwiefern das mit den diversen Rebellengruppen und anderen Aufständen auf kongolesischer Seite zu tun hat, erschließt sich uns nicht. François, der Inhaber unserer Unterkunft, erzählt uns allerdings von UN-Mitarbeitern in Goma, die im beschaulichen Gisenyi wohnen und jeden Tag hin- und herfahren, weil es ihnen dort zu gefährlich ist.

Nyiragongo in der Ferne

Unbedingt sehen wollten wir aber weniger die Grenzstadt, sondern den in der Nähe liegenden Vulkan Nyiragongo, zumindest aus der Ferne. Eine Besteigung ist theoretisch möglich, aber wie bereits erwähnt mit den Problemen einer Reise in die DR Kongo verbunden. Während unseres Aufenthalts, die Regenzeit hat schon begonnen, können wir ihn leider nur hinter Wolken verborgen erahnen. Trotzdem wirkt dieser riesige, schön geformte Berg sehr bedrohlich im Hintergrund der beiden Städte. Auf die Frage, ob es einen Aussichtspunkt gäbe, von dem aus man das Glühen des mit Lava gefüllten Kratersees beobachten könnte antwortet François nur mit einem erschrockenem „Thank god not! I was here during the last eruption!“.

Ein Vorteil eines seismisch aktiven Gebiets (siehe Großer Afrikanischer Grabenbruch) ist das Vorhandensein von heißen Quellen. Eine solche gibt es auch hier in der Gegend und wir beschließen, eine kleine Wanderung dorthin zu machen. Geplant ist, dass wir immer am Seeufer entlang laufen bis wir ankommen.

Strand am Kivusee

Erstes Hindernis sind die Hoberer am Bootsanleger, die uns gerne direkt hinfahren würden. Mit einem Umweg aufgrund der Methanpipeline und der Besichtigung einer Insel würde uns das heute nur schlappe $50 pro Person kosten. Dankend ablehnen reicht nicht, einen besonders Hartnäckigen werden wir erst los, nachdem ich seine Nummer in mein Notizbuch geschrieben habe. Die eigene Nummer herauszugeben ist übrigens keine gute Idee, außer man möchte viel Spam und Scam erhalten.

Nun könnte eine längere Geschichte über einen jungen Mann erzählt werden, der – auch nach mehrfachen Nachfragen – nur zufällig den selben Weg wie wir hat und uns „nur schnell“ einen Aussichtspunkt zeigen und einfach nur ein bisschen spazieren gehen möchte. Doch das Ende genügt: Er „organisiert“ an einer anderen Stelle eine halbwegs günstige Ruderbootsüberfahrt zur heißen Quelle (der Fußweg wäre angeblich gesperrt) und erzählt während dessen was von Lösungsbüchern, die er für eine Prüfung am nächsten Tag brauchen würde. Kostenpunkt: $40 und der Buchladen wäre gleich um die Ecke da vorne im Dorf.

Da sich der „Hot spring“ als eine schwefelige Pfütze innerhalb eines Rings von Sandsäcken herausstellt und es auch noch zu Regnen beginnt fahren wir umgehend zurück und schicken den Scammer endlich weg. Beinahe wären wir noch ganz wo anders hingerudert worden, wenn wir nicht interveniert hätten.

Um diese ärgerliche aber auch lehrreiche Begegnung zu verarbeiten kehren wir in ein Uferrestaurant ein, essen und trinken eine Kleinigkeit und lassen uns anschließend von Motos nach Hause fahren.

Landschaft in West-Ruanda

Tags darauf geht es weiter in den Bezirk Musanze, wo wir den Vulkan-Nationalpark und die Zwillingsseen besuchen möchten.

Ruanda Roadtrip: Kivusee im Westen

Die hinter malerischen Uferhängen gelegene Stadt Kibuye wirkt ein wenig ausgestorben. Es ist unklar, ob es an der auslaufenden Saison oder der nach der Pandemie erst langsam wieder anlaufenden Reiselust liegt.

Wir mieten uns eine kleine Hütte mit Blick auf den See und ein Elektrizitätswerk im Kleinresort Rwiza Village. Dank der ruhigen Atmosphäre bei angenehmen Temperaturen und abendlichen Tropengewittern können wir weiter schön entspannen und lesen.

Akzeptieren muss man aber auch hier die augenfällige Ungleichheit der ruandischen Gesellschaft. Während einige Familien von der Arbeit mit den Touristen profitieren und ein großes, von Mauern und Stacheldraht gesichertes Grundstück bewohnen sowie mit einem modernen SUV die holprige Straße befahren, wohnen ihre Nachbarn in kleinen Hütten, betreiben Subsistenzwirtschaft und müssen ihr Trinkwasser aus dem See oder einem öffentlichen Wasserrohr abfüllen, welches ein dünnes Rinnsal bereit stellt.

Wir unternehmen kleine Ausflüge, zum Beispiel zu einer Seidenspinnerei, die sich aber gerade im Modus „Maulbeersträucher pflegen, damit die nächsten (angelieferten) Raupen was zu fressen haben“, befindet und daher weniger spannend ist. Bis auf ein paar Kokons zu Ausstellungszwecken und leeren Hallen mit stillstehenden Maschinen gibt es nicht, zumindest bis der nächste Zyklus beginnt.

Das Umweltmuseum war da schon interessanter, auch wenn die Ausstellung eher an ein Schülerpublikum gerichtet ist. Wir bekommen einen schönen Überblick über Geographie, Fauna und Flora Ruandas sowie über die Ideen zur zukünftigen Gestaltung des Landes. Zum Beispiel soll die bereits bestehende Methanausbeute im Kiwusee ausgebaut werden, um noch mehr Bevölkerungsteile mit selbst produzierter Elektrizität zu versorgen. Eine futuristische Grafik zeigt Kigali als neues Singapur mit Hochhausschluchten und einer Ringautobahn.

Zukunftsvision für Kigali

Fledermausinsel

An unseren letzten Tag machen wir noch einen Bootsausflug zur aufgrund ihrer hutähnlichen Form „Napoleon Island“ oder aufgrund einer riesigen Flughundpopulation „Bat Island“ genannten Insel. Ich frage mich, wie viele derart genannte Inseln es wohl weltweit geben mag.

Auf Instagram hatte ich dazu eine kleine Story gepostet und das sagt eigentlich auch alles über diesen Ausflug. Man wird hingefahren, bestaunt tausende von quietschenden Fledermäusen in den Bäumen, erklettert den Berg, bestaunt den Ausblick zur kongolesischen Seite und fährt wieder zurück. Mit etwas „Glück“ kann man einen Bauern dabei beobachten, wie er seine Kühe durch den See scheucht, damit sie schwimmend eine andere Insel erreichen.

Aber ein bisschen typischer Tourikram darf ja auch sein.

Am Ufer angekommen steigen wir wieder in den Toyota ein und fahren weiter Richtung Gisenyi, der zweitgrößten Stadt Ruandas.

Ruanda Roadtrip: Kivusee im Süden

Unser erstes Ziel ist Cyangugu am südlichen Kivusee. Das Stadtgebiet setzt sich über den Grenzfluss Ruzizi auf kongolesischer Seite fort und bildet dort die mehr als zehn Mal so große Provinzhauptstadt Bukavu. Für uns ist diese Grenze unüberwindbar. Reguläre Visa sind vor Ort nicht zu bekommen; teure Kurzzeitvisa zu touristischen Zwecken sind nur im Rahmen einer fest geplanten Tour möglich. Wir haben beides nicht und sowieso sind spontane Individualreisen in dieses von Kriminalität, Korruption, Rebellengruppen und ungezügelter Ausbeutung gezeichnete Land eher nicht zu empfehlen.

Blick über den Ruzizi auf Bukavu, DRK

Demnach fahren wir nur ein bisschen in der Stadt umher, bestaunen das manuelle Umladen von großen Säcken von LKWs auf Transportschiffe und kehren kurz im Terrassenrestaurant des Emeraude Kivu Resort ein. Dort hat man eine tolle Aussicht auf den See, den Fluss und die beiden Städte. Sonst hat die Gegend aber nicht viel für uns zu bieten; wir kehren also wieder um und fahren auf der ausgebauten Küstenstraße nach Norden.

Hafen von Cyangugu

Was am Straßenverkehr auffällt sind neben den vielen Fußgängern, auch zwischen Ortschaften, die sehr vielen Fahrräder, viel mehr als in Uganda. Und das in einem derart hügeligen Land. Die Fahrräder sind bis auf wenige gut ausgestattete Sportfahrer eher alte Stahlrösser, die zwar nicht mit einer Gangschaltung, aber mit einer Sitzbank ausgestattet sind. Denn neben Holzkohlesäcken, ganzen Betten oder zentnerweise Kartoffeln werden auch Personen in benachbarte Städte transportiert. Abwärts wird quasi kaum gebremst und wenn, dann geschieht das mit an den Sandalen befestigten Holzklötzen. Wenn wir mit vorsichtigen 40 km/h die Serpentinen entlanggurken kann es schon passieren, dass uns ein vollbepacktes Fahrrad zu überholen beginnt. Da ist es dann sicherer für alle, wenn wir etwas schneller fahren. Auch das Konzept der Ideallinie (im Gegensatz zur Mittellinie) haben wir schnell verinnerlicht.

Tagesziel ist die Stadt Kibuye. Da langsam die Dämmerung einsetzt und wir nächtliche Fahrten möglichst vermeiden wollen, suchen wir nach einer Unterkunft. In Google Maps vorhanden, aber von den großen und teils unglaublich teuren Ressorts verborgen (mehrere hundert Euro pro Nacht sind kein Einzelfall), finden wir Unterschlupf in einem Kinderinternat mit kleinem angeschlossenem Guesthouse, dem L’Espérance Children’s Village. Hier wird nun auch das erste Mal der Vierradantrieb benötigt. Der Schotterweg ist stark verwaschen, Schlaglöcher sind, wenn überhaupt, mit großen Steinbrocken verfüllt und ausgewaschene Rinnen notdürftig mit Holzstücken überbrückt.

Trotz später Ankunft bekommen wir noch ein sehr leckeres, vegetarisches Abendessen serviert. Die Zutaten stammen zum Großteil aus dem großen Gemüsegarten. Die Verständigung ist etwas schwierig, da nur eine Person mehr als einige Brocken englisch spricht: Yvette, die mit ihrer Tochter auf dem Internatsgelände lebt und in der Verwaltung und Buchhaltung arbeitet. Beim gemeinsamen speisen lernen wir kurz den adventistischen Pastor sowie den Koch kennen. Schulkinder sind momentan keine da, denn es sind Ferien. Das Gelände wirkt dadurch etwas verlassen, was uns aber überhaupt nicht stört. Spontan beschließen wir hier einen ganzen Tag und eine weitere Nacht zu verbringen. Mit der Ruhe und der schönen Aussicht über die Hügel lässt es sich vorzüglich lesen.

Als wir gehen, es ist Samstag, versammelt sich eine Gemeinde von circa 40 Menschen zur wöchentlichen Predigt. Alle sind im besten Zwirn gekleidet. Von Yvette mache ich einige Photos, die ich ihr später per E-Mail zusende. Wir verabschieden uns herzlich und setzen unseren Weg Richtung Norden fort.

Zur Kultur und Geschichte Ruandas

In Kigali, der Hauptstadt Ruandas, sowie in Nyanza und Huye besuchen wir eine Reihe staatlicher Museen um uns zur Kultur und Geschichte Ruandas zu bilden.

Geschichte vor der Kolonisierung

Über die frühe Geschichte und Kultur konnten wir im Kandt-Haus, im alten Königspalast und im ethnographischen Museum viele Interessante Fakten erfahren und Ausstellungsgegenstände betrachten. Da in Innenbereichen das Fotografieren zumeist nicht gestattet war, gibt es im ganzen Beitrag wenige Bilder.

Das Königreich Ruanda lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückdatieren. Die Herrschaft wurde von einer Tutsi-Elite ausgeübt, der Großteil der Bevölkerung waren Bauern und gehörten zur Gruppe der Hutu. Die Grenzen waren aber nicht scharf gezogen und die Zugehörigkeit war auch eher sozioökonomisch als ethnisch definiert. Es gab durchaus Mobilität zwischen diesen Gruppen, sprich: man konnte mit genügend wirtschaftlichen Ressourcen vom Hutu zum Tutsi aufsteigen. Man könnte das auch stark vereinfacht mit Adeligen und Bauern gleich setzen.

Recht wurde anhand mündlich überlieferter Gesetze gesprochen. Die Lehre und Weiterentwicklung dieser Gesetze wurde von einer eigenen Bevölkerungsgruppe übernommen, die sich um nichts anderes kümmerte.

Replika das alten Königspalastes

Die Nahrungsaufnahme geschah in erster Linie durch Flüssigkeiten. Tagsüber gab es Kuhmilch, abends Bananenbier. Andere Nahrung wurde quasi „heimlich“ zu sich genommen und nach zwei sozialen Geschlechtern getrennt; es galt als unschicklich, von anderen beim Essen gesehen zu werden. Selbst heute gestaltet es sich in manchen Familien als kompliziert, ein gemeinsames Essen mit älteren Verwandten durchzuführen.

Königliche Kühe

Das Königreich schlug mehrere europäische „Entdecker“ in die Schlucht, bevor es während einer Sukzessionskrise 1894 Teil von Deutsch-Ostafrika wurde. Von den deutschen Beamten und Missionaren wurde der christliche Glaube, das irrige theoretische Konzept menschlicher Rassen sowie strenge körperliche Strafen eingeführt.

Dem letzten unabhängigen König Ruandas wurde von einer weisen Frau eine Prophezeiung offenbart: wenn die Fremden nicht mehr abgewehrt können und das Land betreten, wird es schlecht für Ruanda werden. Außerdem würden die letzten drei Könige im Ausland sterben. Beides ist tatsächlich eingetroffen: die Kolonisierung durch Deutschland und Belgien war für die meisten Bewohner eher nicht von Vorteil und der letzte König, der bis 1961 im Amt war, starb 2016 in den USA.

Recht und Gerechtigkeit

Im vorkolonialen Ruanda gab es das Konzept des „Gacaca“ („niedriges Gras“). Dabei werden Dispute diskutiert, die Opponenten sitzen dabei auf dem Gras, reden offen miteinander und finden einen Kompromiss. Für bestimmte Vergehen gab es zwar auch die Todesstrafe, aber das versuchte man zu vermeiden. Dieser konnte man allerdings entgehen, indem man zum Königspalast wanderte, eine der Wachen im Ringkampf besiegte und es schaffte, die Schwelle zum inneren Bereich zu berühren. Ansonsten bekam man noch genug Zeit, um sich von seinen Verwandten zu verabschieden, bevor erwartet wurde, dass sich der verhängten Strafe gestellt wird.

Nach dem Genozid im Sommer 1994 wurde dieses Prinzip im Rahmen der Gacaca-Courts wieder belebt. Viele der Genozidiäre (so werden die Täter genannt) flüchteten in die Demokratische Republik Kongo (DRC) und sind dort noch immer. Viele blieben aber auch im völlig verwüsteten Land. Es wurde eine beispiellose Form der Versöhnung und Aussprache gefunden. Menschen, die die Taten zugaben und ehrlich bereuten, konnten ihre Haftstrafe durch gemeinnützige Arbeit wie den Bau von Straßen oder die Reparatur der abgebrannten Häuser reduzieren. Das half Hinterbliebenen zum Beispiel, die Leichen ihrer Angehörigen zu finden und sie würdevoll zu bestatten. Überall im Land finden sich die Genocide Memorials mit Massengräbern und Ausstellungen zu den jeweiligen Vorkommnissen.

Genozid von 1994

Über diese grausamen Geschehnisse haben wir am Kigali Genocide Memorial sowie dem Campaign Against Genocide Museum sehr viel lernen können.

Kigali Genocide Memorial

Ersteres ist der zentrale Gedenkort, an dem auch mehr als 250.000 Menschen beerdigt sind. Es wird die gesamte Vorgeschichte, die Planung, Durchführung und Aufarbeitung des Genozids in einer ausführlichen Ausstellung behandelt. Ein weiterer Bereich nimmt eine geschichtliche Einordnung vor und beschreibt andere Genozide und wie es zu jenen kam (unter anderem die Shoah in Europa und den Massenmord der Roten Khmer in Kambodscha).

Gebäudefassade mit Einschusslöchern im Campaign Against Genocide Museum

Zweiteres ist eine Ausstellung im ruandischen Parlamentsgebäude mit einigen Denkmälern im Außenbereich. An jener Stelle waren nach gescheiterten Verhandlungen im ruandischen Bürgerkrieg eine Gruppe von Exilpolitikern der RPF sowie zu deren Schutz mitgereiste 600 Infanteriesoldaten der RPA zugegen, als der geplante Genozid begann. Sie konnten sich dort nicht nur verschanzen, sondern in zunächst begrenztem Maß in das Geschehen eingreifen, sehr viele Menschen vor dem Tod bewahren und bildeten bald die Speerspitze einer großen militärischen Operation, die den Genozid schließlich beendete und das Land befriedete.

Ausstellungstafel im Campaign Against Genocide Museum

Ich hatte mich vor der Reise nicht extra mit diesem Thema beschäftigt. Ich hatte noch aus den Nachrichten damals in Erinnerung, dass Tutsis von Hutus ermordet worden und vor einigen Jahren einen Zeitungsartikel zu den Geschehnissen gelesen.

Was ich nach den Besuchen bemerkenswert fand, sind die folgenden Dinge:

Die Bezeichnungen Tutsi und Hutu sind zwar schon sehr alt, aber wie oben bereits erwähnt eher keine ethnischen Gruppierungen. Zu Zeit der belgischen Kolonialzeit, die bis 1961 dauerte, wurden einfach alle mit mehr als 10 Kühen als Tutsi, alle mit weniger als 10 Kühen als Hutu und alle ohne Kühe als Twa eingeordnet. Diese Einordnung wurde auch in Passdokumenten eingetragen. Die ersten Massenmorde an Tutsis gab es bereits 1959 mit Billigung der belgischen Regierung, was zu einer Massenflucht und einer großen Exilbevölkerung in Uganda führte. Der Bürgerkrieg ab 1990 drehte sich unter anderen um die Rückkehr dieser Flüchtlinge. Als die obigen Verhandlungen stattfanden, wurde bereits seit mehreren Jahren der Genozid geplant. Es wurden circa 30.000 Milizionäre im Massenmord ausgebildet. Im Radio wurde die Entmenschlichung der Tutsi propagiert. Es wurden Listen mit gemäßigten Hutu-Politikern angelegt. Es wurde Kriegsgerät und tonnenweise Macheten importiert. Das war keinesfalls ein spontanes aufbegehren einer unterdrückten Mehrheit, als dass es mir in den Beschreibungen in Erinnerung blieb, sondern ein detailliert geplanter Massenmord. Zynischerweise wurde zur Initialzündung der ebenfalls in die Planungen eingeweihte Präsident Habyarimana in seiner Maschine beim Anflug auf Kigali von Boden-Luft-Raketen abgeschossen.

Statue im Campaign Against Genocide Museum

Westliche Regierungen und im Land stationierte UN-Blauhelme griffen nicht in den Genozid ein, obwohl es eindeutige Warnungen im Vorfeld gab. Evakuierungen gab es nur für im Land lebende Westler, ihre oft dem Tod geweihten Angestellten mussten zurück bleiben. Auch die damalige Bundesregierung versuchte das Thema möglichst zu ignorieren und auszusitzen, obwohl Deutschland zu diesem Zeitpunkt der größte Geldgeber in der Entwicklungszusammenarbeit mit der Regierung war.

Wer nun mehr über diese komplexen Themen lesen mag kann den Links im Text folgen. Zu Bedenken gilt es auch, dass die Ausstellungen klar eine Darstellung aus Sicht der Sieger sind.

Ruanda Roadtrip: Nyungwe Nationalpark

Um die ländlichen Regionen Ruandas zu erkunden mieten wir uns für die nächsten zwei Wochen ein Auto. Die Straßen sind in einem sehr guten Zustand, es gibt im Vergleich zu Uganda weniger Verkehr und es wird vernünftiger gefahren. Nicht zuletzt dürften dafür die regelmäßig positionierten Radartürme sorgen. Ein Auto mit Vierradantrieb ist trotzdem angesagt, denn manchmal muss man zumindest für kurze Wege die ausgebauten Straßen verlassen. Geworden ist es ein Kompakt-SUV von Toyota, ein 2008er RAV4 VVT-i.

Fahrerin Katrin

Nach den Museumsbesuchen im ehemaligen Königspalast in Nyanza und im ethnographischen Museum in Huye zieht es uns in die Natur und wir fahren in den Nyungwe Nationalpark. Er gilt als eines der größten erhaltenen Bergregenwaldgebiete Afrikas und setzt sich nahtlos im Kibira Nationalpark im südlich angrenzenden Burundi fort. Das klingt erst mal viel, und 1000 km2 Fläche ist auch nicht wenig, allerdings ist man auf der den Wald querenden Bergstraße in einer guten Stunde von einem Ende zum anderen gefahren. Auf dieser begegnen uns regelmäßige, schwer bewaffnete Infanteriepatroullien der ruandischen Armee. Auch wenn es immer wieder Bemühungen zur Entspannung gibt, befinden sich Burundi und Ruanda in einem Konflikt bei dem gewaltsame Ausbrüche nicht ausgeschlossen sind.

Dichter Bergregenwald

Wir kommen in einem familiären Guesthouse in Gisakura am westlichen Rand des Nationalparks angenehm unter und starten von dort aus drei Ausflüge. Hier essen wir auch abends. Das dauert zwar immer mindestens eine Stunde bis man es bekommt, dafür ist alles frisch zubereitet und kurz vorher auf dem kleinen Markt im Dorf eingekauft.

Markt in Gisakura

Tag 1: Canopy Walk

Brücke auf Baumwipfelhöhe

Da mein Fuß immer noch nicht 100% intakt ist und wir auch sonst eher etwas außer Form sind, nehmen wir uns am ersten Tag nur eine kurze Tour vor. Alle Wanderungen sind hier nur zu bestimmten Zeiten in einer geführten Gruppe möglich. Der Canopy Walk ist der teuerste und gleichzeitig der beliebteste Ausflug. Hierfür gibt es sogar Tagestouren von Kigali aus und auch ohne besondere Fitness kann man auf einer sehr hohen und langen Hängebrücke das atemberaubende Regenwaldpanorama genießen und ist nach nicht mal zwei Stunden wieder am Ausgangspunkt zurück.

Tag 2: Nature Walk

Angespornt vom Vortag laufen wir diesmal circa vier Stunden tief in den Regenwald hinein bis zu einem Wasserfall und auf einem Rundweg zurück. Auch hier kann man die fast geschlossenen Baumkronendecke bewundern, diesmal aber auch von unten. Dort herrscht schon eine besondere Atmosphäre und wir bewundern die groß gewachsenen Farne und Mahagonibäume. Neben vielen Vögeln und einigen Insekten begegnen uns eher wenige Tiere; allerdings kreuzt einmal eine neongrüne Viper unseren Weg.

Von unserem Guid „Amie“ erfahren wir, dass sich im gesamten Wald eine Schlingpflanze ausbreitet. Diese wächst an Bäumen hoch bis diese komplett überwuchert sind und anschließende stirbt der Baum und verrottet. Faszinierend an diesen Pflanzen ist, dass sie einmal alle 15 Jahre blühen und dann die ganze Gegend in eine weiße Pracht verwandeln. Das nächste Mal soll es in zwei oder drei Jahren wieder so weit sein. Andererseits zeigt sich hier auch das Problem menschlicher Konversation. Denn dem Wald in seinem jetzigen Zustand fehlen zwei wichtige Bewohner, die im zwanzigsten Jahrhundert komplett ausgerottet wurden: Wasserbüffel und Waldelefanten. Beide würden diese Pflanzen in großen Mengen fressen und so ihre Ausbreitung eindämmen. Da dies aber nicht passiert wird von manchen befürchtet, dass in ein paar Jahrzehnten keine Bäume mehr vorhanden sein würden. Es wird daher über die erneute Ansiedlung dieser beiden Tierarten nachgedacht.

Von Schlingpflanzen befallener Mahagonibaum

Tag 3: Birding Walk

Im westlichen Teil des Nationalparks kann man mit einem vogelkundigem Guide die Welt der gefiederten Freunde erkunden. Wir sind da nur sympathisierende Laien und können uns daher nur begrenzt an den zahlreichen, nur schwer auszumachenden Vogelarten erfreuen, die vor allem durch geringe Körpergröße und gut tarnendes Federkleid (nicht) auffallen. Noch dazu, wenn sie sehr weit oben in den Baumwipfeln herum hüpfen. Einige kommen aber relativ nah und besonders über den Specht habe ich mich gefreut.

Kein Specht

Dieser Teil grenzt an die Teeplantagen, die wir auf unserem Rückweg queren. Hier arbeiten in erster Linie Frauen, die die „reifen“ Blätter mit den Händen pflücken. Ihre Kinder warten derweil in einer Gruppenunterkunft. Angeblich sollen sie dort zusätzlich zur Schule auch in Schreiben und Rechnen unterrichtet werden. Gerade sind aber Ferien, d.h. sie hängen da einfach nur zusammen ab.

Feldweg durch eine Teeplantage

Fazit

Der Nyungwe Nationalpark ist ein toller Ort um einen richtigen Bergregenwald zu erleben. Den Canopie-Walk kann man nur begrenzt empfehlen. Die Aussicht von der Hängebrücke ist zwar toll, aber nur sehr kurz. Wenn man auch nur ein bisschen wanderfähig ist, würde ich eher die halb- oder ganztägigen Wanderungen empfehlen.

Primatentracking haben wir uns ganz gespart; einerseits weil das ein wenig teuer ist, andererseits haben wir kein dafür notwendiges Covid-PCR-Testzertifikat.

Unser nächstes Ziel ist der ganz im Westen des Landes liegende Kivu-See.

Kampala City

Wir reisen einen Tag früher als geplant aus Entebbe ab, unter anderem um Marco am Samstag Abend zu erwischen. Den Kontakt zu ihm hatten wir über gemeinsame Freunde erhalten und freuen uns auf ein Treffen. Kampala ist über den neu gebauten Expressway in einer guten Stunde erreicht. Auf der großzügig dimensionierten Autobahn ist quasi kein Verkehr, was vermutlich an den wenigen Ausfahrten und der Mautgebühr liegt.

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Die Gärten von Entebbe

Zur weiteren Akklimatisierung besuchen wir den botanischen sowie den zoologischen Garten von Entebbe.

Botanischer Garten

Den botanischen Garten lassen wir uns von einem der am Eingang wartenden Guides zeigen. Sein Name ist Toni, er hat Touristik studiert und würde gerne bei den Gorillatrackings im Westen des Landes arbeiten. Ohne gute Beziehungen zu Menschen in der Regierung sei das aber sehr schwierig, weshalb er momentan als Volunteer im Garten arbeitet und Touristen wie uns gegen ein Trinkgeld den parkähnlich angelegten Garten zeigt.

Was im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen in Europa schnell auffällt: hier kann man zwischen den hohen Bäumen mit seinem Auto hinein fahren und ein Picknick machen. Direkt als nächstes fallen natürlich die Affen auf, die entspannt auf uns zugelaufen kommen. Toni füttert sie mit ein paar Erdnüssen, was notwendig sei, damit sie den Park nicht verlassen. In der Stadt würden sie nur für Ärger sorgen – und Ärger bekommen.

An interessanten Bäumen bleiben der aufgrund seiner Wurzeln so benannte „Crocodile Tree“, der nach seinen Früchten benannte „Cannonball Tree“ und der wegen seiner Wuchsform „Umbrella Tree“ Genannte in Erinnerung. Außerdem wachsen hier rote Ananas und gewisse Pflanzen, die man auch in deutschen Wohnungen findet – eben nur viel kleiner.

Als wir uns dem Ufer des Viktoriasees nähern fährt uns ein übel riechender Gestank in die Nase. Die am Ufer ihren Abschluss feiernde Schulklasse scheint das nicht zu stören. Im letzten Jahr gab es hier außerdem ein Hochwasser, was einen Steg und ein Restaurant zerstört hatte. Zum Zustand des Viktoriasees belesen wir uns später mehr und setzen unsere Besichtigung zunächst fort.

In den Bäumen über uns sowie auf einigen Wiesen bekommen wir noch diverse Vögel zu sehen. Besonders faszinierend sind die Riesenturakos, die in kleinen Gruppen auf den Bäumen laufen, zwischen größeren Ästen umherflattern um zum nächsten Baum zu kommen, oder eine kleine Entfernung fliegen und dazwischen nur kurz inne halten.

Noch vor Einbruch der Dunkelheit sind wir via Matatu auf dem Weg nach Hause.

Zoologischer Garten

Offiziell heißt der Zoo hier „Wildlife Conservation Education Centre„, was den Anspruch ausdrücken soll, dass hier keine Tier (mehr) extra zur Besichtigung angeschafft werden, sondern dass aus Gefangenschaft befreite oder anderswie in Schwierigkeiten geratene Tiere, die nicht einfach in die Wildnis ausgesetzt werden können, hier eine artgerechte Heimat finden.

Es gibt nicht sehr viele Gehege, ihre Größen unterscheiden sich stark. Ein gemischtes Freigehege von Zebras, Antilopen, einem Elefanten und diversen Vögeln bewohnt, sowie die komplett eingezäunten Bereiche der Löwen, Jaguare, Nashörner und Tiger (Ein Tiger in Afrika? Der wurde mit einem Zoo in Südafrika gegen 25 Affen getauscht!) scheinen relativ groß zu sein, die eingepferchten Hyänen und Schuhschnabelvögel zeigen dagegen das deprimierende Verhalten, was ich als Kind schon so furchtbar fand und mich deshalb seitdem einen großen Bogen um solche Einrichtungen schlagen ließ. Man kann nur hoffen, dass diese bald ausgewildert werden können.

Neben einigen Fotografen sind sehr viele Schülergruppen unterwegs, denen eine kostengünstige Möglichkeit geboten wird, die Tiere ihrer Heimat kennen zu lernen. Denn selbst die für Einheimische stark vergünstigten Preise für Eintritt und Aktivitäten in den Nationalparks sind nur für wenige Familien zu stemmen.

Ganz kurz lernen wir eine Gruppe Studenten aus dem Südsudan und der Republik Kongo kennen, die schnell ein paar Fotos mit den „Muzungus“ machen wollen.

Die Runde beenden wir am auch hier übel stinkenden Seeufer. Doch selbst ein direkt am Strand endendes, großes Abwasserrohr hält einige Hartgesottene nicht vom Betreten des Wassers ab.

Um den Tag abzuschließen laufen wir zu einem Restaurant an der Nambi Road. Dort scheint es kein direkt sichtbares Problem mit dem Wasser zu geben und das Essen ist auch sehr lecker. Da es etwas länger als erwartet dauert sind wir nun das erste Mal im Dunkeln auf den Straßen unterwegs. Aber auch an diesem Abend bringen uns die Matatus wohlbehalten nach Hause.

Beginn einer neuen großen Reise

Eigentlich sollte diese Reise vor zwei Jahren starten. Eigentlich sollte sie auch wieder teilweise durch Zentralasien führen. Dann breitet sich SARS-CoV-2 auf der Erde aus und an Fernreisen war nicht zu denken. Zu Beginn des Jahres, die Pandemie ist nicht zuletzt dank der Impfungen großteils handhabbar, eskaliert Putins Russland den Ukrainekonflikt zu einem brutalen Angriffskrieg. Dabei hätte die Menschheit mit der Eindämmung der Klimakatastrophe bereits mehr als genug zu tun.

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Die Ruinenstadt auf der Halbinsel Wustrow

Die Halbinsel Wustrow liegt in der Nähe von Rerik, grob zwischen Rostock und Wismar an der mecklenburgischen Ostseeküste.

In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich dort eine Flakschule der Wehrmacht mitsamt Wohnhäusern und einem Flugplatz. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Gelände zunächst von Flüchtlingen bewohnt. Von 1949 bis zu ihrem Abzug 1994 nutzte die Rote Armee das Gelände.

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Ostwärts um die Erde

Im Sommer 2015 ging es zu zweit von Berlin aus immer Richtung Osten durch über zwanzig Länder bis wir ein Jahr später wieder in Berlin waren.

1. Etappe: Zug Berlin – Warszawa Express

25. Juli 20151. Etappe: Zug Berlin - Warszawa Express
Vor zwei Jahren war die Idee geboren, jetzt geht es tatsächlich los. Auf Wiedersehen, Berlin, bis nicht ganz so bald!  

2. Etappe: Warszawa – Vilnius

27. Juli 20152. Etappe: Warszawa - Vilnius
Einen ersten kleinen Stopover legen wir in der polnischen Hauptstadt Warszawa ein. Natürlich kann man in 33 Stunden nur einen kleinen Einblick bekommen, vor allem wenn man noch Schlaf nachzuholen hat. Bereits im Zug erfuhren wir, dass am Samstag Abend AC/DC im Nationalstadion ihr vorerst letztes Europakonzert geben werden. Der Gedanke war verlockend, zumindest den Versuch ...

3. Etappe: Vilnius – Riga

27. Juli 20153. Etappe: Vilnius - Riga
Die Nacht in einem Reisebus zu verbringen ist weit weniger erholsam als gedacht. Auch dass sich der gewählte Ausstieg „Vilnius City Centre (Panorama)“, an dem wir schlaftrunken aus dem Bus geworfen werden, ein paar Kilometer von eben jenem entfernt befindet, trägt nicht gerade zum Wohlempfinden bei. Es benötigt der Fahrt in einem 60er-Jahre-Trolleybus, der Abgabe ...

4. Etappe: Riga – Sankt-Peterburg

29. Juli 20154. Etappe: Riga - Sankt-Peterburg
Auf dem Weg nach Riga macht sich zum ersten Mal der geänderte Breitengrad bemerkbar – um 21:30 Uhr beginnt gerade langsam die Dämmerung. Auf den Straßen ist trotzdem kaum etwas los – aber hey, es ist schließlich Montag Abend. Nach einer feucht-fröhlichen Begrüßung im Naughty Squirrel mit Schwarzem Balsam gehen wir dann auch bald ins Bett, um die ...

Sankt Petersburg

31. Juli 2015Sankt Petersburg
Im Bahnhof brauchen wir erst mal einen Kaffee, um uns ein wenig an schon wieder ein neues Land zu gewöhnen; der pompöse Bau von 1837, die kyrilische Schrift und der Fakt, dass wir die Wegbeschreibung zum Soul Kitchen Hostel nicht ausgedruckt haben tragen zur Nervosität weiter bei. Zum Glück fällt mir der doch recht einfache Weg nach ...

Sowjetsches Spielautomatenmuseum

31. Juli 2015Sowjetsches Spielautomatenmuseum
Bei den wundervoll gestalteten Automaten weiß man gar nicht, wo man loslegen soll. Man kann mit einem U-Boot Schiffe versenken, diverse Autorennen fahren, mit Gewehren schießen, einen Kicker mit je drei Spielerreihen zocken, sich im Tauziehen messen oder – mein Favorit – über Zahlenfelder gesteuert Basketball gegeneinander spielen. Begleitet wird alles mit Soundeffekten aus der ...

Peterhof und Plattenbauten

2. August 2015Peterhof und Plattenbauten
Im Grunde ist ja diese ganze Stadt ein einziges großes Museum voller Sehenswürdigkeiten, aber ein wenig Sightseeing muss dann doch auch sein. Wir entschließen uns trotz durchwachsenem Wetter für einen Ausflug zum ehemaligen Residenzschloss Peterhof, um durch Parkanlagen flanierend raffinierte Wasserkaskaden und Springbrunnen zu bewundern. Wir beschließen zumindest für die Hinfahrt ein Schnellboot zu besteigen. Die ...

5. Etappe: Sankt-Peterburg – Moskwa

3. August 20155. Etappe: Sankt-Peterburg - Moskwa
Schließlich heißt es Abschied nehmen von dieser schönen Stadt, unser Nachtzug wartet am trubeligen Moskauer Bahnhof.

6. Etappe: Moskwa – Jekaterinburg

7. August 20156. Etappe: Moskwa - Jekaterinburg
Die Tage in Moskau sind davon geprägt, dass wir vor der Abreise nicht alle Vorbereitungen geschafft hatten und das jetzt endlich nachholen wollen.

7. Etappe: Jekaterinburg – Irkutsk – Khuzhir

9. August 20157. Etappe: Jekaterinburg - Irkutsk - Khuzhir
Es ist erstaunlich, wie gut man kommunizieren kann, selbst wenn auf beiden Seiten nur wenige Brocken gemeinsamer Wortschatz existieren. Ein Phrasebook sowie das universelle Point it helfen natürlich auch weiter. So lernen wir schließlich Svetlana und Dimitri auch mit Namen kennen und haben sehr unterhaltsame Gespräche. Am nächsten Morgen sind auf ihren Plätze bereits neue Fahrgäste am ...

Reisen mit der Transsib

12. August 2015Reisen mit der Transsib
Transsibirische Eisenbahn – allein diese Worte auszusprechen hat schon etwas Magisches. Die längste Bahnstrecke der Welt durchquert zwei Kontinente und sieben Zeitzonen. Wir folgen ihr von Moskau bis Ulan-Ude, von wo aus wir auf die Transmongolische Strecke abzweigen werden.

Bilder aus der Räucherwildnis von Olchon

15. August 2015Bilder aus der Räucherwildnis von Olchon
Auf der Insel Olchon machen wir trotz eingeschränkter Sicht hunderte von Bildern, was entsprechend viel Zeitaufwand für die Sichtung verursacht. Aber schließlich sollen der verrauchte Horizont, die allgegenwärtige Kuh- und Pferdescheiße, die zerklüftete Küste, der vertrocknete Salzsee und der verwilderte Wald genauso dokumentiert werden wie unsere Wanderstrecken, Zeltplätze und Badestellen am neun Grad warmen Baikalsee. Am ersten Morgen ...

8. Etappe: Khuzhir – Irkutsk – Ulan-Ude

18. August 20158. Etappe: Khuzhir - Irkutsk - Ulan-Ude
Auf der für ihr gutes Klima berühmten Insel Olchon im Baikalsee erleben wir einen von dichtem Rauch verhüllten Himmel, starke Stürme und Gewitter – und immerhin einen richtigen Sonnentag, bevor wir wieder abreisen müssen. Es ist natürlich trotzdem ganz wunderbar, fünf Tage lang zeltend und wandernd unterwegs zu sein. Die extremen Waldbrände in Sibirien sind weit weg von uns, verhüllen aber trotzdem ...

9. Etappe: Ulan-Ude – Ulaanbaatar

22. August 20159. Etappe: Ulan-Ude - Ulaanbaatar
Die burjatische Hauptstadt Ulan-Ude überrascht uns mit sonnigem Wetter, einer entspannten Atmosphäre und einigen größeren Veranstaltungen in der Innenstadt. So findet gerade eine Weltmeisterschaft im Armbrustschießen statt, deren Siegerehrung und Abschlussfeier mit Sängern, Tänzern und Reden von Hochwürden wir beiwohnen. Ich sage eine Meisterschaft, und nicht die Meisterschaft, denn es scheint da zwei oder drei verschiedene ...

Do svidanija, Rossija!

22. August 2015Do svidanija, Rossija!
Heißa, was für ein Ritt! Russland ist auf jeden Fall eine Reise wert, so viel steht mal fest. Ich habe viel gesehen und gelernt. Selbst kyrillisch kann ich mittlerweile ein wenig entziffern, und freue mich bei jedem erkannten Wort auf’s neue. Das wird mir hoffentlich in der Mongolei auch ein wenig helfen, auch wenn es ...

Ulaanbaatar

25. August 2015Ulaanbaatar
Der Zug nach Ulaanbaatar ist endlich mal mit chinesischer Garnitur ausgestattet. Die (nun ausschließlich männlichen) Zugbegleiter befeuern das Heißwasser mit Holz und Kohle, und kochen sich auf dem Ofen eine Suppe. Das Restaurant ist in gedeckten Rottönen schön ausgestattet und lässt den Luxus der gehobenen Zugklassen erahnen. Auch hier ist die Wirtin äußerst gesellig und ...

Photostory: Altai

2. September 2015Photostory: Altai
Aufgrund erschwerter technischer Bedingungen dokumentiere ich unseren grandiosen Ausflug zum Tavan Bogd im Altai mit einer kleinen Photosammlung statt eines langen Textes.        

10. Etappe: Ulaanbaatar – Choir – Zamin-Uud

10. September 201510. Etappe: Ulaanbaatar - Choir - Zamin-Uud
Nach den Tagen in den Gebirgen der Westmongolei fehlt uns ein wenig der Antrieb für weitere Outdoor-Aktivitäten. Angedacht waren eine Kajaktour oder ein paar Tage in der Wüste Gobi mit all dem Tourikram wie Kamelreiten und Stutenmilch-Trinken. Doch der merklich beginnende Herbst sowie die vorher von uns nicht bedachte chinesische Feiertagswoche nach dem 1. Oktober drängen ...

Verlassener sowjetischer Luftwaffenstützpunkt

11. September 2015Verlassener sowjetischer Luftwaffenstützpunkt
Mit den Hinterlassenschaften der Roten Armee, insbesondere wenn es sich um mit Gras bewachsene Hangars handelt, verbindet mich ja eine gewisse Affinität. Als ich dann vom 1992 verlassenen, ehemals größten mongolischen Stützpunkt der sowjetischen Luftstreitkräfte hörte, war ein Ziel gesteckt und ein Plan gemacht. Mit Google Earth und Websuche finde ich ein paar wenige Details. Das ...

11. Etappe: Zamin-Uud – Erlian – Beijing

15. September 201511. Etappe: Zamin-Uud - Erlian - Beijing
Der Nachtzug rollt kurz nach Sonnenaufgang in Zamin-Uud ein. Sofort setzt ein hektisches Gerenne Richtung Bahnhofsvorplatz ein. Mit einem Schlafbus direkt nach Beijing hoffen wir noch am selben Tag anzukommen. Der Übertritt zwischen den beiden Grenzorten ist wahnsinnig stressig. Jeder möchte sich zuerst in die Autoschlange einreihen und möglichst schnell nach China zu gelangen. Das Gepäck ...

Internet hinter der Great Firewall

16. September 2015Internet hinter der Great Firewall
Vom eingeschränkten Internet in China hört man ja viel. Es dann tatsächlich benutzen zu müssen ist aber schon sehr frustrierend.

12. Etappe: Beijing – Shanghai

21. September 201512. Etappe: Beijing - Shanghai
Die Pechsträhne gleich zu Beginn unseres China-Aufenthaltes nagt noch ein paar Tage nach, aber wir sind fest entschlossen uns die Laune davon nicht vermiesen zu lassen. Und Beijing hat ja auch einiges zu bieten. So erkunden wir, zu Fuß und mit dem Rad, das Gassenlabyrinth der Hutongs, in dem sich auch unsere sehr angenehme Unterkunft befindet, ...

13. Etappe: Shanghai – Hangzhou

27. September 201513. Etappe: Shanghai - Hangzhou
Shangahi – dieser Megaplex aus einem Science-Fiction-Film irgendwo zwischen Gattaca und Zero Theorem schreit dich unaufhörlich an: Gib! Mir! Dein! Geld!

14. Etappe: Hangzhou – Qingdao

29. September 201514. Etappe: Hangzhou - Qingdao
In Hangzhou kommen wir im zentral gelegenen Hofang International Youth Hostel unter. Eigentlich eine sehr schöne Unterkunft, doch ist die Lüftung im 8-Bett-Zimmer mit angeschlossener Dusche nur sehr unzureichend möglich, weshalb die Atmosphäre an eine Wäschekammer in einem schimmeligen Keller erinnert. Das am 15. Tag des 8. Mondmonats gefeierte Mondfest ist laut Suzan für viele Chinesen wie in Europa ...

Goldene Woche in Qingdao

3. Oktober 2015Goldene Woche in Qingdao
Am 1. Oktober 1949 rief Mao Zedong vom Tor des Himmlischen Friedens die Volksrepublik China aus. Dieses Ereignis wird in China bis heute mit einer goldenen Woche gefeiert.

15. Etappe: Qingdao – Incheon / Seoul

7. Oktober 201515. Etappe: Qingdao - Incheon / Seoul
Nach einem etwas zu ausgedehntem Besuch der sogenannten „Beer Street“ und einer mit viel Herzklopfen begangenen aber glücklich geendeten Taxifahrt wachen wir leicht lädiert ein letztes Mal in der Volksrepublik China auf.

Video: 400m Sprint Seoul Olympiastadion

11. Oktober 2015Video: 400m Sprint Seoul Olympiastadion
Wo Ben Johnson und Florence Griffith Joyner einst Sportgeschichte schrieben laufen auch wir das Stadionrund einmal ab.

Yongma Land Seoul

15. Oktober 2015Yongma Land Seoul
Nicht nur im Berliner Plänterwald rottet ein ehemaliger Vergnügungspark vor sich hin. Auch im Seouler Stadtteil Jungnang warten rostige Fahrgeschäfte auf ihre Wiederbelebung. Die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte in beiden Fällen ähnlich gering sein.

Blick nach Nordkorea

16. Oktober 2015Blick nach Nordkorea
Um wenigstens ein kleines touristisches Pflichtprogramm zu absolvieren nehmen wir an einer Gruppentour zur demilitarisierten Zone entlang der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea teil. Die beiden Staaten befinden sich ja rein formell immer noch im Kriegszustand, und es gibt immer mal wieder kleinere Zwischenfälle. Wie zuletzt im August, als zwei südkoreanische Wehrpflichtige von einer Mine verletzt ...

16. Etappe: Seoul – Busan

18. Oktober 201516. Etappe: Seoul - Busan
Da Korea von vorne herein mehr als relativ kurze Zwischenstation geplant war, nutzen wir die Zeit im Land mit dem schnellen, kostenlosen Wifi an jeder Ecke um eine grobe Planung für die nächsten Wochen auszuhecken.

17. Etappe: Busan – Fukuoka

19. Oktober 201517. Etappe: Busan - Fukuoka
Die moderne Hafenstadt Busan erinnert mit ihren Stränden, Hochhäusern und umliegenden Gebirgen ein wenig an das chinesische Qingdao – ist um diese Jahreszeit aber glücklicherweise nur von sehr wenigen Touristen besucht. Unser Guesthouse ist nur wenige Minuten vom Haeundae Strand entfernt, was zu kurzen Bädern einlädt. Außer uns scheint das niemand für erstrebenswert zu halten – schließlich ...

Tag 1 in Japan: Fukuoka

20. Oktober 2015
Beim abendlichen Stadtspaziergang essen wir die lokale Spezialität, Tonkotsu Ramen, an einem der Yatai genannten Essensstände.

Tag 2 in Japan: Fukuoka

21. Oktober 2015
Einen kompletten Tag im Internet verbracht. Gebloggt, Zugverbindungen verglichen, Veranstaltungskalender durchforstet, Campingplätze gesucht, Kinokarten bestellt. Alles nützliche Dinge – aber noch mal darf das nicht passieren.

Tag 3 in Japan: Fukuoka

22. Oktober 2015Tag 3 in Japan: Fukuoka
Wann der Linksverkehr für Fahrräder gültig ist und wann nicht haben wir nach einem Tag quer durch die Stadt noch nicht heraus gefunden. Dafür wir haben die ersten Rail-Pass-Tickets gebucht und streunende Katzen im Maizuru Park beobachtet.

Tag 4 in Japan: Kyushu

23. Oktober 2015
Im Süden von Kyushu soll es Vulkane und heiße Quellen geben.

Tag 5 in Japan: Kagoshima

24. Oktober 2015
Der Blick vom Aussichtspunkt auf die Stadt Kagoshima und den Mount Sakurajima sind wunderschön und den einstündigen Aufstieg auf einer ausschließlich von Dieseltrucks befahrenen Straße völlig wert. Nach einer beschaulichen Bahnfahrt nach Ibusuki müssen wir vor Ort feststellen, dass hier sogar Camping teuer ist. Dafür kann man beim Warten auf den Bus die Füße in ein ...

Tag 6 in Japan: Ibusuki

25. Oktober 2015Tag 6 in Japan: Ibusuki
Warum nur will hier trotz 27 Grad niemand mehr seine Freizeit verbringen? Egal, dann haben wir eben einen Campingplatz komplett für uns alleine. Noch dazu fast direkt am Meer! Leider ist das Baden dort aufgrund starker Strömungen problematisch. Diese treffen zwischen Festland und der Insel Chiringashima aufeinander und errichten eine Sandbank. Während der Ebbe taucht diese ...

Tag 8 in Japan: Hiroshima

27. Oktober 2015Tag 8 in Japan: Hiroshima
Unseren dritten Regentag nutzen wir für Museumsbesuche.

Tag 9 in Japan: Miyajima

28. Oktober 2015Tag 9 in Japan: Miyajima
Die Insel Miyajima unweit von Hiroshima ist angeblich einer der schönsten Orte in Japan. Tatsächlich sind der von uns besichtigte Mount Misen, die kleinen Gassen und die vielen Tempel und Schreine äußerst angenehm zu betrachten. Trotz strahlendem Sonnenschein geht übrigens auch hier das T-Shirt-Wetter langsam vorbei. Wir sind spät dran und beginnen den Abstieg bei einsetzender ...

Tag 10 in Japan: Onomichi

29. Oktober 2015
Vom beschaulichen Onomichi aus ist die kleinste der japanischen Inseln Shikoku, per Fahrrad erreichbar. Entlang der Shimanami Kaido gelangt man von Insel zu Insel. Radwege sind auf den Straßen zumeist gesondert ausgezeichnet, auf die riesigen Brücken führen gesonderte Auffahrten mit pedalfreundlichen drei Prozent Steigung. Wir leihen uns morgens Drahtesel aus, die überraschenderweise sogar recht modern und ...

Tag 11 in Japan: Tokyo

30. Oktober 2015
Auf der äußerst komfortablen Fahrt mit dem Shinkansen nach Tokyo haben wir Glück und können den wunderschönen Mt Fuji in all seiner Pracht bewundern. Nachdem wir zwei Kontinente und acht Länder durchquert haben erreichen wir tatsächlich die japanische Hauptstadt.

Tag 13 in Japan: Tokyo

1. November 2015
Auf dem Weg zum Yoyogi Park kommen wir am Yoyogi National Stadium vorbei. Wie sich herausstellt, gibt dort heute die Boyband V6 ihr Abschlusskonzert im Rahmen der Tour zum zwanzigjährigen Bühnenjubiläum. Leider scheint es keine Karten mehr zu geben, sonst hätten wir uns das vielleicht sicherlich angeschaut. Laut Wikipedia steht das V im Namen nämlich für: „Volleyball“, „Vegetable“, „Bicycle“ and ...

Tag 14 in Japan: Tokyo

2. November 2015
Nach knapp vier Jahren in die Bar Lyphard zurück zu kommen ist ein großartiges Gefühl.

Tag 15 in Japan: Tokyo – Nikko

3. November 2015
Die Gültigkeit unseres Railpasses nähert sich ihrem Ende, und wir wollen noch ein wenig mehr ländliches Japan sehen. Wir begeben uns vier Stockwerke in die Tiefe, um mit dem Tohoku Shinkansen in Richtung Nikko zu fahren.

Tag 16 in Japan: Nikko

4. November 2015
Im beschaulichen Nikko verschnaufen wir für zwei Nächte von der treibenden Großstadt.

Tag 17 in Japan: Nikko – Tokyo – Kyoto

5. November 2015
Die Betten im Teddy-Guesthouse in Nikko sind so gemütlich, dass wir fast die Abreise Tokyo verpassen.

Tag 18 in Japan: Kyoto

6. November 2015Tag 18 in Japan: Kyoto
In unserer letzten Station in Japan wollen wir vor allem das „alte“ Japan kennen lernen. Diese Idee hatten nicht nur wir – der schöne Herbst lockt unzählige Menschen in die Stadt. Statt uns mit den Kimono-kostümierten Massen durch den Kiyomizu-dera zu quetschen, erkunden wir einen Weg links davon – und stehen plötzlich alleine im Wald. Mit Spaziergängen ...

Tag 19 in Japan: Kyoto

7. November 2015
Kyoto lässt sich auch wunderbar mit dem Fahrrad erkunden, zum Beispiel entlang der Flussufer, wo die Kyotoer ihre Freizeit mit Picknicks, Angeln und Sport verbringen.

Tag 20 in Japan: Kyoto

8. November 2015
Regentag – Museumstag. In Kyoto ist das MOMAK an der Reihe. Trotz einiger toller Exponate wie „Angst“ von Hannah Höch oder „Exhibition of War“ von Tadanori Yokoo begeistert dann doch fast die Aussicht aus der Lounge im dritten Stock am meisten. In den umliegenden Hängen bildet sich dichter Nebel, einen roten Kontrast bildet das riesige ...

Tag 21 in Japan: Kurama

9. November 2015Tag 21 in Japan: Kurama
Auf einen mit hohen Zedern bewachsenen, in dichte Wolken gehüllten Berg zu wandern entpuppt sich als eine sehr entspannende und erdende Aktivität.

Tag 22 in Japan: Osaka

10. November 2015Tag 22 in Japan: Osaka
Die Unterkunft für unsere letzte Nacht in Japan haben wir bei „Sleeping in Airports“ gefunden.

18. Etappe: Osaka – Hong Kong

11. November 201518. Etappe: Osaka - Hong Kong
Auf den Wartesesseln schläft man überraschend gut, aber natürlich trotzdem viel zu kurz. Nach einem kleinem Frühstück und einfacher Morgentoilette wechseln wir schließlich unsere Yen in Hongkong-Dollars.

19. Etappe: Hong Kong – Hanoi

16. November 201519. Etappe: Hong Kong - Hanoi
Hong Kong ist im Vergleich zu anderen asiatischen Großstädten wie Shanghai, Seoul oder Tokyo eher klein, aufgrund seiner extrem hohen Bevölkerungsdichte aber der schwindelerregendste Moloch den ich kenne.

Bilder aus China, Korea und Japan

20. November 2015Bilder aus China, Korea und Japan
Das Backlog ist immer noch sehr groß, aber seit heute ein wenig kleiner. Hier sind ganz viele Bilder aus China, Korea und Japan.

Hitze in Ha Noi

21. November 2015Hitze in Ha Noi
Beim Aussteigen aus dem Flugzeug läuft man wie gegen eine heiße Wand. Das Klima hier ist merklich wärmer und feuchter, dabei haben wir uns gerade einmal eineinhalb Breitengrade nach Süden bewegt.

Noch mehr Bilder aus Japan

25. November 2015Noch mehr Bilder aus Japan
Die restlichen Photos aus Japan sind online. Damit ist der Stapel fast abgearbeitet!

Cat Ba Island

26. November 2015Cat Ba Island
Noch mehr Entspannung als in Hanoi gönnen wir uns auf der Insel Cat Ba.

Geschichtsstunde in Vieng Xai

28. November 2015Geschichtsstunde in Vieng Xai
Die dramatische Geschichte des nach Unabhängigkeit strebenden und in einen Stellvertreterkrieg hineingezogenen Landes Lao hatte mich bereits bei meinem letzten Besuch sehr interessiert. In Vieng Xai konnten wir mehr darüber lernen.

Dschungelfieber in Xamtai

30. November 2015Dschungelfieber in Xamtai
Unsere Erwartungen bezüglich einer intensiven Erfahrung in Xamtai sollten nicht enttäuscht, eher sogar ein wenig zu sehr erfüllt werden. Nach der Busfahrt über teils atemberaubende Gebirgspässe treffen wir Somsouk und planen gemeinsam unseren Ausflug.

Perfekter Zwischenstopp in Vieng Thong

2. Dezember 2015Perfekter Zwischenstopp in Vieng Thong
Der eintägige Zwischenstopp in Vieng Thong entpuppt sich als schöne Überraschung.

Lao PDR – Please don’t rush

10. Dezember 2015Lao PDR - Please don't rush
Sowohl im beschaulichen Nong Khiaw als auch im noch kleineren Muang Noi entdecken wir mal so richtig die Langsamkeit.

Farang Farang, Luang Prabang

12. Dezember 2015Farang Farang, Luang Prabang
Nach zwei Wochen in eher abgeschiedenen Gegenden ist die touristische Hochburg und alte Königsstadt Luang Prabang erst mal sehr gewöhnungsbedürftig. Eine so hohe Konzentration zumeist westlicher Touristen in einer darauf abgestimmten Umgebung hatten wir schon lange nicht mehr erlebt.

Rauf auf den Fels!

17. Dezember 2015Rauf auf den Fels!
In der Karstlandschaft von Thakek probieren wir uns an einer ganz neuen sportlichen Erfahrung: Felsklettern.

Pakse und Bolaven-Plateau

24. Dezember 2015Pakse und Bolaven-Plateau
In die größte Stadt im Süden fahren wir mal wieder mit einem local Bus. Dort wollen wir unsere Visa um ein paar Tage verlängern, um dann mit geliehenen Motorrädern das Bolaven Plateau befahren.

Mondäne Erholung auf Don Khone

28. Dezember 2015Mondäne Erholung auf Don Khone
Träge und kraftvoll umspült der Mekong die beiden Inseln Don Khon und Don Det. Die alte Eisenbahnbrücke, betonierter kolonialer Machtanspruch, wartet seit 60 Jahren auf eine Lokomotive, und steht derweil gelangweilt im Wasser.

OMG ein SLA Hostel

29. Dezember 2015OMG ein SLA Hostel
Das bezieht sich zwar auf das Khmer-Wort für eine Betelnusspalme und nicht auf SLA Industries, aber egal: ein SLA Hostel! Mit Doppelstockdoppelbetten! Und nach Wochen endlich mal wieder eine vernünftige, richtig heiße Dusche.

Urlaub im Land der Khmer

7. Januar 2016Urlaub im Land der Khmer
Nach trotz „Sondergebühren“ unnötig langen Wartezeiten an der Grenze, sowie einer quälend langen Busfahrt erreichen wir die kambodschanische Hauptstadt Phnom Phen.

Ruinen von Angkor

10. Januar 2016Ruinen von Angkor
Die Ruinen der Hauptstadt des alten Khmer-Imperiums zu besuchen ist einer der wenigen Fixpunkte auf unserer Reise. Die Überreste vergangener Epochen üben ohnehin einen großen Reiz aus, und hier kommt noch das Dschungel-Flair von Abenteuerfilmen hinzu.

20. Etappe: Siem Reap – El Nido

17. Januar 201620. Etappe: Siem Reap - El Nido
Nach sieben Wochen auf dem südostasiatischem Festland und ausgedehnter Reisetätigkeit zieht es uns auf die Philippinen, wo wir möglichst viel Zeit am, im und vor allem unter Wasser verbringen wollen.

Die Kaiserlichen Schrotthaufen von Coron

30. Januar 2016Die Kaiserlichen Schrotthaufen von Coron
Am 24. September 1944 versenkten Torpedobomber des amerikanischen Flugzeugträgers USS Lexington Überreste der japanischen Flotte. Heutzutage sind diese Wracks eine fantastisches Tauchgebiet.

Dive, eat, sleep, repeat

3. Februar 2016Dive, eat, sleep, repeat
Das leicht stürmische Wetter beruhigt sich nach zwei Tagen wieder und wir können somit die Tauchsafari auf der Ona antreten. Fünf Tage lang absolvieren wir jeweils zwei bis vier Tauchgänge, dazwischen gibt es leckeres Essen und ansonsten verbringen wir viel Zeit mit augenerholender Ruhe in unserer Kajüte.

21. Etappe: Coron – Manila – Bangkok – Mandalay

9. Februar 201621. Etappe: Coron - Manila - Bangkok - Mandalay
Ein Blick in den Reisepass sagt uns, dass es Zeit wird die Philippinen wieder zu verlassen und das Visum für Myanmar einzulösen, welches wir vor knapp drei Monaten in Hong Kong besorgt hatten.

Zweihundert Tage – unzählige Kilometer

10. Februar 2016
Die Zeit vergeht rasend! Heute vor zweihundert Tagen haben wir Berlin Richtung Osten verlassen. Gestern sind wir in Mandalay in Burma gelandet. Reiseberichte werden nachgereicht.

Von Mahdaylayhattan ins Land der Shan

24. Februar 2016Von Mahdaylayhattan ins Land der Shan
Das endlose, staubige Straßenraster von Mandalay, welches der Bus vom Flughafen aus durchqueren muss wirkt erst einmal wenig einladend.

Drei burmesische Hauptstädte

28. Februar 2016Drei burmesische Hauptstädte
Die burmesischen Länder wechseln nicht nur gerne ihren Namen, auch die Hauptstadt zieht immer mal an einen anderen Ort. In Mandalay, Sitz der letzten königlichen Residenz von 1857-1885, waren wir ja bereits, weshalb die Tempelstadt Bagan unser nächstes Ziel ist.

Wasserspaß in Thailand

7. März 2016Wasserspaß in Thailand
In Kawthaung fahren wir direkt zum Hafen und setzen per Longtail-Boot in die thailändische Stadt Ranong hinüber. Bei meinem letzten Besuch hatte ich von der Insel Koh Phanyam und ihren wunderschönen Stränden gehört. Wir durchlaufen die Einreiseprozedur und gehen direkt zum Speedboat-Anleger hinüber.

22. Etappe: Ranong – Phuket – Kuala Lumpur – Melbourne

10. März 201622. Etappe: Ranong - Phuket - Kuala Lumpur - Melbourne
Unsere Zeit in Asien endet mit einem zweitägigem Ritt. Mit dem Speedboat nach Ranong, Pickup zur Busstation, mit dem Bus nach Phuket, vom Highway mit dem Tricycle zum Flughafen, mit dem Flieger nach Kuala Lumpur, nach einem Stopover in der Stadt der nächste Flug auf die Südhalbkugel, nach Melbourne.

Fehlstart in Melbourne

23. März 2016Fehlstart in Melbourne
Spontane Planänderungen führen zu unvorhergesehenen Resultaten. Manchmal läuft das gut, manchmal geht es in die Hose. Leider hatten wir gerade letzteres.

Immer an dem Strand lang

28. März 2016Immer an dem Strand lang
Unser erster Roadtrip Down Under sind die knapp 300 Kilometer von Torquay nach Warnambool, entlang der von Weltkriegsveteranen gebauten Great Ocean Road.

Just a happy camper

31. März 2016Just a happy camper
Der Campervan ist beladen, endlich geht der Roadtrip richtig los. Zunächst statten wir dem pittoresken Hahndorf einen kurzen Besuch ab, in dem allerlei „deutscher“ Kitsch wie Kuckucksuhren, Dirndl und Lederhosen verhökert werden.

Dünen, Klippen, Meer – und Seelöwen

5. April 2016Dünen, Klippen, Meer - und Seelöwen
Der erste Teil unseres Roadtrips durch Australien geht von Adelaide nach Port Augusta, die Eyre-Halbinsel hinunter nach Port Lincoln und wieder hoch nach Ceduna. Wir übernachten an Orten mit Namen wie Point Lonely, Point Avoid oder Coffin Bay. Die Küste mit ihren schroffen Klippen und ausgedehnten Dühnenlandschaften wird immer noch ein bisschen dramatischer, noch ein bisschen ...

Ciao ciao, O Sohle mio!

7. April 2016Ciao ciao, O Sohle mio!
Zwei mal um die halbe Welt habt ihr mich getragen. Doch zuletzt lief es nicht mehr so richtig mit uns.

Elfhundert Kilometer Nullarbor

8. April 2016Elfhundert Kilometer Nullarbor
Der Name der großen Karstwüste im Süden Australiens bedeutet „kein Baum“; entsprechend trockene Erwartungen hatten wir vor ihrer Querung.

Gefangen im Zauber von Oz

20. April 2016Gefangen im Zauber von Oz
Die zweite Hälfte unseres Roadtrips führt uns durch den südwestlichen Zipfel Australiens. Wo es uns gefällt und das Wetter mitspielt bleiben wir auch mal zwei Nächte, ansonsten sind wir jeden Tag woanders.

23. Etappe: Perth – Sydney – Christchurch

23. April 201623. Etappe: Perth - Sydney - Christchurch
Vier Tage lang erkunden wir die große Metropole an der Ostküste des Landes. Hier landeten 1788 die Insassen und Wärter der First Fleet, mit Werkzeugen, Waffen und Krankheiten im Gepäck.

South Island Roundabout

5. Mai 2016South Island Roundabout
Während der Rundreise auf der Südinsel Neuseelands gibt es einige Wiedersehen.

Geschichtskurs im Nationalmuseum

6. Mai 2016Geschichtskurs im Nationalmuseum
Vom Fähranleger in Wellington fahren wir direkt zum Nationalmuseum Te Papa. Ich konzentriere mich auf die historischen Abteilungen, welche die verschiedenen Phasen der Einwanderung auf diese lange von Menschen unbewohnten Inseln darstellen.

Heiße Erde und kaltes Wasser

15. Mai 2016Heiße Erde und kaltes Wasser
An den restlichen Tagen auf der Nordinsel sehen uns an, was die Energien unter diesem extrem dünnen und manchen Stellen herumrutschenden Erdmantel verursachen können.

24. Etappe: Auckland – Buenos Aires

23. Mai 201624. Etappe: Auckland - Buenos Aires
Nur bei einem ostwärtigen Transpazifikflug startet man Abends an einem Ort um dann nach zwölf Stunden Flug am Nachmittag des selben Tages an einem anderem Ort anzukommen.

Geschichte, Stadt und bunte Bilder

24. Mai 2016Geschichte, Stadt und bunte Bilder
Buenos Aires ist voller Street Art. Und damit sind oft sehr große, flächenfüllende, bunte Gemälde gemeint.

Out of Aires

3. Juni 2016Out of Aires
Nach zwei Wochen in der Hauptstadt schaffen wir es endlich raus in die Pampa zu kommen. Der Abschied fällt nicht leicht. Trotz der relativ langen Zeit – nirgends sonst während unserer Reise waren wir so lange an einem Ort – bleibt das Gefühl, viel zu wenig gesehen und getan zu haben. Keinen Tango getanzt, keinen ...

Rallye Monte Salta

7. Juni 2016Rallye Monte Salta
In der alten Kolonialstadt Salta mieten wir uns ein Auto, um die umliegenden Gebirge zu erkunden.

Dünne Luft und Salz in der Atacama

12. Juni 2016Dünne Luft und Salz in der Atacama
Trotz des frühen Aufstehens war die Entscheidung gegen einen Nachtbus die Richtige. Die Fahrt über die Anden ist schlicht spektakulär.

25. Etappe: Calama – Santiago – Bogota – Cartagena

17. Juni 201625. Etappe: Calama - Santiago - Bogota - Cartagena
Müde von den niedrigen Temperaturen beschließen wir in wärmere Gefilde umzusiedeln. Wir finden tatsächlich eine nicht völlig unbezahlbare Option, um mit nur zwei Zwischenstops an die karibische See zu fliegen – genauer in die alte Festungsstadt Cartagena.  Wer mal am C64 Pirates! gespielt hat, oder sich anderweitig mit der kolonialen Geschichte der Karibik beschäftigt hat, erwartet hier große, steinerne ...

Karibische Ups and Downs

28. Juni 2016Karibische Ups and Downs
Wir sind zurück am Festland, und haben die Überfahrt nach Panama tatsächlich überstanden! Das ganze war nicht immer einfach, aber es gab viele sehr besondere Momente. Wir hatten zum Beispiel mit Adam einen hochmotivierten Profikoch aus London dabei, der jeden Tag aufs Neue kreative Leckereien aus der Kombüse hervorzauberte. Zwischendrin mal auf offener See anzuhalten und ...

Oh, wie nass ist Panama

4. Juli 2016Oh, wie nass ist Panama
Den unfreiwillig längeren Aufenthalt in Panama City nutzen wir, um die teils bröckelnde, teils luxussanierte Altstadt zu bestaunen und natürlich um dem berühmten Kanal einen Besuch abzustatten. Dessen Erweiterung wurde einen Tag zuvor fertig gestellt – was für uns bedeutet, dass wir die ganz großen Schiffe nur aus der Ferne sehen können. Sei’s drum – mir ...

26. Etappe: Puerto Viejo – San Jose – Havanna

10. Juli 201626. Etappe: Puerto Viejo - San Jose - Havanna
In Puerto Viejo machen wir eine Woche mit voller Hingabe endlich einmal folgendes: intensiv entspannen.

Real existierender Feriensozialismus

19. Juli 2016Real existierender Feriensozialismus
In der Republik Kuba gibt es zwei offizielle Währungen und daher im Grunde auch zwei (nicht ganz scharf) getrennte Wirtschaftssyteme.

27. Etappe: Playa Larga – Havanna – Frankfurt – Berlin

20. Juli 201627. Etappe: Playa Larga - Havanna - Frankfurt - Berlin
Der Viazul nach Havanna kommt fast pünktlich, und dank unseres vorher erstandenen Rückfahrttickets sind wir auch die einzigen, die im fast vollen Bus noch einsteigen dürfen.