Archiv der Kategorie: Ostwärts

Real existierender Feriensozialismus

In der Republik Kuba gibt es zwei offizielle Währungen und daher im Grunde auch zwei (nicht ganz scharf) getrennte Wirtschaftssyteme. Das ist einerseits der kubanische Peso (CUB) für die Versorgung der breiten Bevölkerung mit wenigen einfachen Speisen wie Pizza, Hühnchen, Reis und Cuba Cola. Zusätzlich wurde der Peso Convertible (CUC) eingeführt, der 25-mal so viel Wert ist, und ungefähr einem Euro entspricht. Real existierender Feriensozialismus weiterlesen

26. Etappe: Puerto Viejo – San Jose – Havanna

In Puerto Viejo machen wir eine Woche mit voller Hingabe endlich einmal folgendes: intensiv entspannen. Wir kommen relativ preiswert in einem kleinem Hostel „The Lazy Mon“ über einer Bar mit akzeptabler Livemusik unter, die direkt auf den Strand gebaut wurde. Auch hier regnet es fast jeden Tag, zumeist aber eher nach Einbruch der Dunkelheit. 26. Etappe: Puerto Viejo – San Jose – Havanna weiterlesen

South Island Roundabout

Während der Rundreise auf der Südinsel Neuseelands gibt es einige Wiedersehen. Zunächst treffen wir Jördis in Christchurch, die wir auf der Tour durch die Westmongolei kennen gelernt hatten, und nehmen sie kurzerhand in unserem Campervan für ein paar Tage mit. Zusammen gehen wir mit Descend Scuba Diving im sonnigen Milford Sound tauchen – bei Lance und Simone hatte ich vor vier Jahren meinen Advanced Open Water in Queenstown gemacht. Und am letzten Abend statten wir noch kurz J. aus Berlin einen Besuch ab, die hier bereits seit einigen Monaten am reisen und arbeiten ist. South Island Roundabout weiterlesen

Ciao ciao, O Sohle mio!

Zwei mal um die halbe Welt habt ihr mich getragen. Vor vier Jahren, ganz neu, zum Mount Fuji und quer durch Neuseeland, später durch Südosteuropa, jetzt durch Sibirien, den Altai und halb Südostasien. Doch zuletzt lief es nicht mehr so richtig mit uns. Selbst leichter Regen oder eine Pfütze sorgten für nasse Füße, die glatt geschliffene Sohle taugt nur noch für Tango statt Trecking.

Einen Versuch zur Reparatur hat es ja gegeben, doch das beschämte Gesicht und die umständliche Ausrede des Schusters in Kyoto sprachen Bände. Nun hat sich euer Ersatz in Form australischer Allzweckschuhe bewährt, und ihr dürft in den verdienten Ruhestand gehen.

Einfach so wegwerfen ging gar nicht, euch mit nach Hause zu nehmen um sie an den Nagel zu hängen erst recht nicht. So hängt ihr nun, einer lokalen Gepflogenheit folgend, im Outback an einem Baum, mit Blick auf den Highway und einigen Gummisandalen weit unter euch.

Shoes on a tree

Farewell, good bye und alles Gute!

Just a happy camper

Der Campervan ist beladen, endlich geht der Roadtrip richtig los. Zunächst statten wir dem pittoresken Hahndorf einen kurzen Besuch ab, in dem allerlei „deutscher“ Kitsch wie Kuckucksuhren, Dirndl und Lederhosen verhökert werden. Dabei wurde der Ort doch von preußischen Lutheranern gegründet, die vor dem religiösem Fundamentalismus eines Friedrich Wilhelm III. geflüchtet waren.

Wir waren wegen der „german bakeries“ gekommen, doch auch das war ein Reinfall. Auch hier gab es nur das superfluffige Gummiweißbrot wie überall sonst auch (ok, und Bienenstich und Laugenbrezen und Blueberry Cheesecake).

Die Nacht verbringen wir am Strand von Port Parham. Dieser ist von einer teils fünfzig Centimeter dicken Schicht Seegras bedeckt und lädt daher wenig zum schwimmen ein. Dafür kommt man gut mit netten australischen Campern ins Gespräch, und wir erhalten einige Tipps für die Weiterfahrt Richtung Westen.