10. Etappe: Ulaanbaatar – Choir – Zamin-Uud

Nach den Tagen in den Gebirgen der Westmongolei fehlt uns ein wenig der Antrieb für weitere Outdoor-Aktivitäten. Angedacht waren eine Kajaktour oder ein paar Tage in der Wüste Gobi mit all dem Tourikram wie Kamelreiten und Stutenmilch-Trinken. Doch der merklich beginnende Herbst sowie die vorher von uns nicht bedachte chinesische Feiertagswoche nach dem 1. Oktober drängen uns dazu, doch eine Woche früher Richtung chinesischer Grenze weiter zu reisen.

Ein wenig Abenteuer soll dabei aber auch sein. So sind wir heute früh in das verschlafene Nest Choir gefahren, um von dort morgen einen verlassenen Ort zu erkunden (mehr dazu später), um dann abends den Nachtzug zur Grenze nach Zamin-Uud zu nehmen. Diesmal also eine Pritsche im Bummelzug statt Schlafabteil im international train.

Über Choird ist online oder sonstwo auch kaum etwas zu erfahren; wir sind uns zunächst nicht mal sicher, ob es hier eine mietbare Unterkunft gibt. Am Bahnhof schickt man uns erst mal in die falsche Richtung und dann zu einer echt miesen Unterkunft, die dafür nicht billig ist. Da wir nur eine Nacht bleiben wollen, beißen wir halt in den sauren Apfel.

Immerhin kann ich hier schon ein paar verlassene Gebäude fotografieren und in Erfahrung bringen, wie wir unser morgiges Ziel erreichen können.