13. Etappe: Shanghai – Hangzhou

Shangahi – dieser Megaplex aus einem Science-Fiction-Film irgendwo zwischen Gattaca und Zero Theorem schreit dich unaufhörlich an: Gib! Mir! Dein! Geld! Händler in Unterführungen, Mini-Ghettoblaster mit 20-Sekunden-Loops, Werbespots an der U-Bahn-Tunnelwand, leuchtende Plakatwände, meterhohe LCDs, Projektionen auf Hochhäuser – wie irgendjemand glauben kann, in dieser Kakophonie noch herausstechen zu können, wird mir ein ewiges Werberrätsel bleiben.

Shanghai Skyscrapers

Auch deshalb sind wir ganz froh, einerseits Elias auf seinem weit außerhalb liegendem Campus besuchen zu können, sowie den Kontakt zu Sozan aus Münster bekommen zu haben, die uns mit ruhigeren Tipps wie dem M50 Art District und den Yuyuan-Gärten in Old Town versorgt. Dass letzterer nur durch einen furchtbar überfüllten Touristenmarkt betreten und verlassen werden kann, wundert uns schon gar nicht mehr.

Yuyuan dragon

So wechseln sich eine Woche lang Faszination und Stirnrunzeln ab, bevor wir mit dem Schnellzug nach Hangzhou fahren. Die geplante Verlängerung des Transrapids wurde aufgrund öffentlicher Proteste (ja, in China!) nie gebaut, weshalb wir 50 statt 30 Minuten unterwegs sind. Anfahrt, Sicherheitscheck und Boarding nicht eingerechnet.

Gallery 66 konnte nicht geladen werden.

In der Stadt am Westsee wollen wir das mittherbstliche Mondfest feiern. Ob wir aufgrund der zu erwartenden Feiermassen trotzdem einen ruhigen Ort zur Betrachtung des Lichtspektakels finden werden?