17. Etappe: Busan – Fukuoka

Die moderne Hafenstadt Busan erinnert mit ihren Stränden, Hochhäusern und umliegenden Gebirgen ein wenig an das chinesische Qingdao – ist um diese Jahreszeit aber glücklicherweise nur von sehr wenigen Touristen besucht.

Unser Guesthouse ist nur wenige Minuten vom Haeundae Strand entfernt, was zu kurzen Bädern einlädt. Außer uns scheint das niemand für erstrebenswert zu halten – schließlich ist ja schon Herbst und bei 25 Grad in der Sonne ist es offenbar schon viel zu kalt.

Einen weiteren der sonnigen Tage nutzen wir für eine Wanderung auf den Berg Jangsan. Dass währenddessen schweres Geschützfeuer von den Kriegsschiffen am Horizont zu sehen und zu hören ist, scheint genauso normal zu sein wie die Warnungen vor Minenfeldern am Gipfel. Von daher genießen wir einfach die tolle Aussicht über die Stadt und auf das Meer, wo wir sogar die japanische Insel Tsushima erahnen können.

Nach einem Abstieg über Geröllfelder und dem langsam bunt werdenden Wald landen wir in einem Hochhauswohnviertel. Ein Bus bringt uns zurück ins Zentrum, wo wir den Tag im Spaland ausklingen. Die Badebereiche mit heißen Becken und Dampfsaunen sind in „männlich“ und „weiblich“ unterteilt. Im gemeinsamen Bereich gibt es diverse Wellnessangebote wie eine Oxygen-Bar sowie diverse Trockensaunen, die bekleidet genutzt werden.

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Nach vier erholsamen Tagen besorgen wir uns noch schnell einen Japan Rail Pass und setzen nach Fukuoka über. Die Fahrt unter der bunt beleuchteten North Harbor Bridge ist ein wunderschöner Abschiedsmoment von Korea; verglichen mit den grellen Skylines chinesischer Städte erscheint uns Busan aber regelrecht verdunkelt.

Auch auf dieser Strecke kann ich die langsamere und billigere Nachtfähre im Gegensatz zur dreistündigen Überfahrt im Hydrofoil wärmstens empfehlen. Nach der ausgiebigen Körperpflege im Baderaum mit heißen Becken – diesmal für alle Geschlechter – schläft es sich ganz wunderbar auf den Futonmatten.