24. Etappe: Auckland – Buenos Aires

17h17mNur bei einem ostwärtigen Transpazifikflug startet man Abends an einem Ort um dann nach zwölf Stunden Flug am Nachmittag des selben Tages an einem anderem Ort anzukommen. Der damit einhergehende Jetlag hat sich gewaschen und soll uns noch ein paar Tage beschäftigen.

Um uns auf Lateinamerika im allgemeinen und Buenos Aires im Speziellen vorzubereiten, belegen wir gleich einen einwöchigen Sprachkurs für Spanisch, argentinische Variante. Trotz fehlender Vorkenntnisse klappen danach tatsächlich kurze Wortwechsel mit den sehr freundlichen Porteños.

Die zentralen Sehenswürdigkeiten lernen wir bei einem geführten Rundgang kennen, wobei wir von einer sehr engagierten Geschichtsstudentin begleitet werden. So erfahren wir zum Beispiel von den Madres de Plaza de Mayo, die mit als erste zu Zeiten der Militärdiktatur gegen das Regime öffentlich aufbegehrten. Und obwohl sich in den letzten 30 Jahren vieles verändert hat, laufen sie auch heute noch jeden Donnerstag um den zentralen Platz, um auf die Schicksale ihrer verschwundenen Kinder und Enkel aufmerksam zu machen.

Überhaupt wird in der Stadt viel demonstriert, immer mit echten Pauken und Trompeten, und immer mit blau-weiß-blauen Flaggen, egal, um was es geht. Auch sonst ist viel los: Straßenmärkte, irrer Verkehr, hervorragende Speisen und Weine, Tango in den Bars – nur Sonntags wirkt die Stadt wie ausgestorben.

Eine angedachte Tour über die Anden nach Peru haben wir ohnehin ad acta gelegt. Langsam haben wir doch so etwas wie eine kleine Reisemüdigkeit entwickelt und verzichten auf Hochgebirge, Salzwüste und Inkapfade zugunsten eines ausgedehnten Aufenthalts in dieser tollen Stadt – und Reiseplänen die ich jetzt noch nicht ausbreite.

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