Die Kaiserlichen Schrotthaufen von Coron

Am 24. September 1944 versenkten Torpedobomber des amerikanischen Flugzeugträgers USS Lexington Überreste der japanischen Flotte, nachdem sie in der Schlacht um die Philippinensee bereits geschlagen wurde. Heutzutage sind diese Wracks eine fantastisches Tauchgebiet.

Fünf Tage lang fahren wir morgens raus, absolvieren zwei bis drei Tauchgänge und haben schließlich jedes Schiff mindestens einmal erkundet. Teils handelt es sich dabei um flach liegende, relativ kleine Kanonenboote, teils um quer liegende, bis zu 160 Meter lange Schlacht- und Frachtschiffe in 40 bis 20 Meter Tiefe. Wir tauchen durch riesige Lagerräume, von Rohren durchzogene Kühlräume und entlang klaustrophobisch enger Gänge, Räume und Treppenschächte. Das ist alles äußerst faszinierend, und ich muss mehr als einmal meine Euphorie eindämmen um meine Atemluft nicht zu schnell zu verbrauchen.

Am ersten Tag gehe ich noch bei den Coron Divers mit, wechsle wegen einiger Unstimmigkeiten dann aber zu Rock Steady Divers, die sich als souveräner Anbieter mit guter Ausrüstung, kompetenten und freundlichen Guides sowie nicht zu zuletzt einem leckerem Mittagessen entpuppen. Außerdem absolviert Katrin dort ihren Advanced Open Water Kurs beim geduldigen Instructor Thomas.

Interessant ist zu sehen, mit welchem Materialaufwand manche Taucher an die Sache heran gehen. Bevor so ein Sidemount Setup verwendet werden kann, wird erst mal eine Stunde lang mit ernster Miene geschraubt und gezurrt. Dafür gehen die Tauchgänge dann gefühlt länger, was aber auch an den langen Dekompressionsstops und der größeren Erfahrung mit damit einhergehendem geringeren Luftverbrauch liegen mag.

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Wir belegen auch fortgeschrittene Tauchkurse und sind dann so richtig in Unterwasserstimmung. Durch wetterbedingte Zufälle ergibt es sich, dass wir zu vergünstigten Bedingungen auf dem Tauchschiff Ona einchecken können, und freuen uns auf eine fünftägige Safari am Apo-Riff.