Dive, eat, sleep, repeat

Das leicht stürmische Wetter beruhigt sich nach zwei Tagen wieder und wir können somit die Tauchsafari auf der Ona antreten. Fünf Tage lang absolvieren wir jeweils zwei bis vier Tauchgänge, dazwischen gibt es leckeres Essen und ansonsten verbringen wir viel Zeit mit augenerholender Ruhe in unserer Kajüte.

Die Tauchgänge am Apo-Riff bestechen durch klares Wasser mit angenehmer Strömung und natürlich unzähligen bunten Seetieren in großen und kleinen Schwärmen. Wir haben unsere ersten Begegnungen mit Riffhaien und Schildkröten, die teilweise sehr nah an uns vorbei schwimmen. Die nur äußerst selten zu sehenden Hammerhaie oder Seekühe bleiben aber auch uns verborgen. Sehr beeindruckend ist auch der riesige Schwarm aus locker 200 Barrakudas, der in einer 10-15 Meter großen Kugel an uns vorbei schwimmt.

Wir erkunden auch drei weitere Wracks, unter anderem den japanischen 180-Meter-Frachter Kyokuzan Maru. Letzterer war mit Asbest beladen, weshalb man beim Abstieg in das erste Stockwerk in der Frachtluke unter sich eine milchige Brühe wabern sieht. Überall ragt noch Schrott aus dem Schlamm heraus, in einer Ecke steht sogar ein verrottetes Auto. Danach geht es auf die Brücke, wie immer einer nach dem anderen, damit genügend Platz bleibt. Erstaunlicherweise sind hier sogar noch Bullaugen intakt, durch die blasses, grünes Licht hereinscheint.

Alles in allem ein paar wundervolle Tage auf einem schönen Schiff mit sympathischer Besatzung. Einzig die geliehene Ausrüstung war nicht ganz auf dem von anderen Tauchcentern angebotenem Niveau.

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Zurück in Coron treffen wir wieder Kurt und feiern Patricks Geburtstag. Am nächsten Tag geht es mit der Fähre nach Manila. Da ich auf der Fahrt von El Nido durch die wild schaukelnde Banka zum ersten Mal in meinem Leben seekrank geworden bin, erfreut es mich jetzt sehr, diese Strecke auf einem richtigen Großen Schiff in einem Bett zurücklegen zu können.