Goldene Woche in Qingdao

Am 1. Oktober 1949 rief Mao Zedong vom Tor des Himmlischen Friedens die Volksrepublik China aus. Damit hatte die kommunistische Partei den chinesischen Bürgerkrieg endgültig für sich entschieden, nachdem sie im Langen Marsch von 1934/35 bereits fast komplett aufgerieben war.

Dieses Ereignis wird in China bis heute mit einer goldenen Woche gefeiert. Das heißt, 1,3 Milliarden Menschen fahren gleichzeitig in den Urlaub. Auf die damit für uns verbundenen Schwierigkeiten hatte ich ja bereits mehrfach hingewiesen, und auch in Qingdao reißt das nicht ab. So können wir zwar am 30.9.den ganz großen Besuchermassen im Lao-Shan-Gebirge gerade noch so entkommen, bekommen aber leider kein Fährticket mehr für den 2.10., und müssen das Feiertagswochenende noch hier verbringen. Immerhin bekommen wir noch eine erschwingliche Unterkunft, auch wenn wir nun das erste Mal auf unserer Reise in nach Geschlecht getrennten Zimmern schlafen.

Aber gut, so können wir die frische Seeluft genießen, endlich mal die Füße ins Gelbe Meer stecken und die Reste der Altstadt erkunden. Qingdao war ja von 1898 bis 1914 vom deutschen Reich gepachtet kolonial beherrscht, wovon noch einige architektonische Zeitzeugen berichten können. Auch das angeblich „beste Bier Chinas“ stammt aus der zu dieser Zeit gegründeten Brauerei.

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Natürlich ist die Stadt voll. Am Pier, auf den Stränden und in den Straßen drängeln sich die Menschen. Aber irgendwie haben wir uns auch an die reduzierte Distanzzone gewöhnt und freuen uns auf entspannte letzte Tage in China.

ruekat qingdao

5 Gedanken zu „Goldene Woche in Qingdao“

  1. Wir schlafen zumeist in Hostels, und hier waren keine gemischten Schlafsaalbetten verfügbar.

    Überall sonst hatte sich das Konzept des „mixed dorms“ glücklicherweise bereits durchgesetzt.

  2. So, dann habt ihr also endlich wurde Füße in den Pazifik, zumindest in eines seiner Randmeere gesteckt 😉
    Liebe Grüße
    @lf

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