Oh, wie nass ist Panama

Den unfreiwillig längeren Aufenthalt in Panama City nutzen wir, um die teils bröckelnde, teils luxussanierte Altstadt zu bestaunen und natürlich um dem berühmten Kanal einen Besuch abzustatten. Dessen Erweiterung wurde einen Tag zuvor fertig gestellt – was für uns bedeutet, dass wir die ganz großen Schiffe nur aus der Ferne sehen können.

Sei’s drum – mir erscheint die Geschichte dieser Stadt und des Kanals fast interessanter als der reale Zustand. Als klar ist, dass meine verbrühte Hand ohne weitere Komplikationen verheilen wird, nehmen wir einen Nachtbus zu den Bocas del Toro, um noch ein wenig Meer und Strand zu genießen.

Doch schon auf dem Weg dorthin geraten wir in einen starken Sturm, und auch an den folgenden Tagen regnet es jeweils für mehrere Stunden so stark, dass niemand das Haus verlassen mag. Da macht sich schon ein wenig Frustration breit – die Überfahrt nach Panama war definitiv ein großer und noch dazu teurer Reinfall.

Am vierten Tag wagen wir am sonnigen frühen Morgen einen kurzen Dschungeltreck zum Strand auf der anderen Seite von Bastimento, der tatsächlich ganz schön ist. Die Wellen und die Strömung sind hier aber so stark, dass man nur ein paar Meter weit laufen mag und außerdem ziehen nach einer viertel Stunde schon wieder schwarze Wolken auf und es beginnt zu regnen. Das Ausmaß der Regenzeit wurde uns gegenüber definitiv von zu vielen Leuten heruntergespielt.

Wir entscheiden uns, unserem nächstem Flughafen ein Stückchen entgegen zu reisen, und kommen nach Bootstaxigeschippere, wahnsinniger Rasertaxifahrt (Gracias por la adrenalina, Bernado!), Grenzbrückenquerung und Omnibusgewackel im ehemals kleinem Fischerort / jetzigem Touristendorf Puerto Viejo in Costa Rica an.

Unterwegs lernen wir übrigens niemand geringeren als Captain Zero (Amazon Partnerlink) kennen, den ehemaligen Vietnam-Veteranen, Drogenschmuggler und Surfer, der gerade mal wieder einen Visarun macht um noch ein wenig länger nicht zurück in die USA zu müssen. It was a pleasure meeting you, Patrick!

3 Gedanken zu „Oh, wie nass ist Panama“

  1. oh, schade – ich hab nur traumhafte erinnerungen an panama. ist aber auch schon ewig her. viel spaß euch in CR und ein gutes (heilendes) händchen für die letzten meter.

  2. danke dir, wünsche ich dir analog genau so 🙂 bestimmt kann panama auch sehr schön sein, und das photo repräsentiert jetzt auch mehr unsere stimmung als den tatsächlichen zustand. trotzdem, überall sonst war, im janosch’em sinne, mehr panama.

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