Rallye Monte Salta

In der alten Kolonialstadt Salta mieten wir uns ein Auto, um die umliegenden Gebirge zu erkunden. Bekommen haben wir einen klapperigen Kleinwagen mit wackeliger Batterie – die uns kurz außerhalb der Stadt gleich mal eine Stunde auf den Mann von der Firma warten lässt, der sie professionell mit meinem Taschenmesser ausschraubt und durch die in seinem Wagen tauscht.

Wenige Kilometer weiter beginnt ein Tal zwischen feuerroten Bergen, mit bizarren Felsformationen, meterhohen Kakteen und kreisenden Raubvögeln. Amerika! Zwei Tage lang erkunden wir diese karge Gegend, in der nur deshalb Wein angebaut werden kann, weil bereits in Vor-Inkazeit das Tal künstlich bewässert wurde. So finden sich immer wieder grüne Flecken in einem Meer aus Steinen.

Die Rückfahrt gestalten wir uns besonders spannend. An einem Aussichtspunkt knapp über der Wolkengrenze bewundern wir das wabernde Schauspiel im unter uns verborgen liegenden Tal. Kurz nach einem farbenfrohem Sonnenuntergang starten wir die Rückfahrt. Und krasser könnte der Kontrast zur wilden Harmonie an der Spitze nicht sein. 150 Kilometer bei Dunkelheit und fünf bis zehn Metern Sichtweite geht es mehr als 1000 Höhenmeter über Serpentinen auf Schotterpisten. Vermutlich geht es neben uns einfach steil nach unten; wir folgen stur den Rücklichtern des vor uns fahrenden Geländewagens, immer darauf bedacht, ihn nicht im dichten Nebel zu verlieren.

Erleichtert und mit pumpenden Herzen kommen wir in die Stadt zurück ud besteigen nach einer kurzen Nacht den Bus über die Anden nach Chile.

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