Sowjetsches Spielautomatenmuseum

Das Museum der Sowjetischen Arcade-Maschinen befindet sich in einem Hinterhof in der Nähe der Bluterlöser-Kirche, und wir erreichen es zusammen mit dem eben kennen gelernten Sido („from San Francisco, not Berlin“) gerade als es zu regnen beginnt. Perfekt!

Dank der Promofyler aus dem Hostel erhalten wir jeder einen kleinen Bonus. Entweder ein paar 15-Kopeten-Stücke um mehr zu spielen, oder eine andere Münze, um eine Limonade zu trinken. Ich entscheide mich beim Anblick des monströsen Automats für das Getränk und erhalte, begleitet von spuckenden und gurgelnden Geräuschen, einen Becher mit grün leuchtender Flüssigkeit, die nach Waldmeister schmeckt. Schmackhaft!

Bei den wundervoll gestalteten Automaten weiß man gar nicht, wo man loslegen soll. Man kann mit einem U-Boot Schiffe versenken, diverse Autorennen fahren, mit Gewehren schießen, einen Kicker mit je drei Spielerreihen zocken, sich im Tauziehen messen oder – mein Favorit – über Zahlenfelder gesteuert Basketball gegeneinander spielen. Begleitet wird alles mit Soundeffekten aus der Prä-C64-Ära.

Für die optische Immersion wendeten die Erfinder diverse optische Tricks an. Meist gibt es eine bestimmte Zahl festgelegter Spielfelder, die je nach Situation beleuchtet werden – ähnlich wie bei einem Flipper. Oder es wird komplett auf mechanische Animation gesetzt, wie bei den Schießbuden. Pixelautomaten sind jedenfalls die große Ausnahme. Gemeinsam haben alle den extrem hohen Schwierigkeitsgrad, bei dem man sich fragt wer da überhaupt länger als 5 Minuten spielen mag. Aber vermutlich bin ich nur ein verweichlichter Wessi, der ohne Tutorial und In-Game-Guide einfach nicht mehr weiß, wie man ein Videospiel für sich entdeckt.

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3 Gedanken zu „Sowjetsches Spielautomatenmuseum“

  1. Tatsächlich ist das alles sehr schön präsentiert, in einem alten Fabrikhof im modernisiertem Erdgeschoss. Es gibt da sogar ein kleines Café!

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