Archiv der Kategorie: Sechste Welt

Angelehnt an das fiktionale Shadowrun-Universum wollte ich den Beginn der Sechsten Welt im Dezember 2011 am Mount Fuji erleben. Der blieb zwar aus, doch es waren ja noch ein paar Freunde am Reisen, weshalb es mich noch nach Thailand, Laos und Neuseeland verschlug.

Unterwegs Verlorenes (fazitierende Aufzählung)

  • Ein paar Kilo Gewicht – an Gepäck, welches ich mit der Post nach Hause schickte.
  • Ein paar Kilo Gewicht – auf den Hüften.
  • Das unbändige Verlangen nach Zigaretten – circa 11 Euro für eine Schachtel sind ein starkes Argument.
  • Die Abneigung gegen scharfes Essen – Chilis können ja richtig fruchtig schmecken!
  • Die meisten Flecken weißer Haut – Hochsommer im Januar!
  • Manch Sorge und vorgeblich in Stein Gemeißeltes – vieles relativiert sich auf Reisen.
  • Ein paar große Lebensträume – sie sind Realität geworden.

Ich bin gespannt, was ich davon in Berlin wieder finden werde.

Queenstown

Basket of Dreams

In einer Ortschaft, die einem an allen Ecken und Enden adrenalinfördernde Aktivitäten wie das hier erfundene Bungee-Jumping, Rafting, Paragliding, Speedboating usw. anbietet, ziehe ich es vor, eine Wanderung auf den Te Tapu-nui zu machen, und anschließend mit Brett, dem Besitzer des Adventure Queenstown Hostels zwei der zahlreichen Weingüter in der Umgebung zu besuchen. Queenstown weiterlesen

Christchurch


In der vom Erdbeben gezeichneten Stadt komme ich ohne Zimmerreservierung an. Der Shuttle vom Bahnhof lässt mich in der Bealay Avenue raus, in der es viele Hostels gibt, und von wo aus mich morgen der Bus nach Dunedin fahren wird. Doch aufgrund des Verlusts von circa 1.500 Bettenplätzen ist alles belegt. Nach ein wenig Hin und Her bietet mir die Chefin des „the right place backpackers“ an, für eine Nacht bei ihren Dauergästen zu schlafen („be aware, one of them is messy“). Ich bin mal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort, was schon länger das Motto meiner Reise zu sein scheint. Christchurch weiterlesen

Scotts Track

Sofort ersichtlich: das ist ein etwas anspruchsvollerer Weg

Heute früh bin ich den Scotts Track in Arthur’s Pass gegangen, zumindest knapp über die Buschgrenze hinweg. Für den restlichen Weg hinauf zum Avalanche Peak fehlt mir die Zeit, denn gleich geht mein Zug nach Christchurch.

Der Weg ist anspruchsvoll, aber durchaus zu bewältigen. Es geht halt relativ steil bergauf, ab und an klettert man ein wenig. Belohnt wird man mit tollen Ausblicken über den Pass und hinein in Täler, die man von unten nicht sieht. Plötzlich kann ich den gegenüberliegenden Devils Punchbowl Wasserfall von oben sehen, sowie mehrere Ebenen der Bridal Veil Falls. Scotts Track weiterlesen

On the road again

Rongo Backerpacker entpuppt sich als kleines Paradies am Ende der Welt. Im Garten grast ein Schaf, bei Kräutern und Erdbeeren darf sich jeder frei bedienen, der ökologische Anspruch ist hoch (es wird nur Regenwasser verwendet, welches durch Solarenergie und einen Holzofen erwärmt wird), der Besitzer sowie die dort arbeitenden Woofer sind fröhlich und gesellig. On the road again weiterlesen

I survived the Heaphy Track

Ich bin wohlbehalten im Rongo Backpackers in Karamea angekommen. Okay, mir tun alle Knochen weh, und ich bin gerade sogar fast zu müde, um mich um die Nahrungsaufnahme zu kümmern, aber die Erfahrung war es wert. Mir fehlen momentan noch ein wenig die Worte, und beim groben durchsehen der knapp 500 Photos kann ich nur schwerlich ein einzelnes finden, welches diesem Trip annähernd gerecht wird.

I survived the Heaphy Track weiterlesen

Auf nach Takaka

In einer halben Stunde fährt mein Bus von Picton in Richtung Golden Bay / Takaka. In Nelson werde ich eine Stunde Aufenthalt haben – vielleicht bleibe ich auf der Rückreise vom Nordzipfel der Südinsel ein wenig länger.

Hoffentlich wird das Wetter auch wieder besser, hier warten alle auf den Sommer. Windige 16 Grad ist zwar besser als die sibirische Kälte, die gerade über Europa hereinbricht, aber ein wenig anders hatte ich mir das schon vorgestellt.

Im Photoroom gibt es nun tatsächlich einige neue und vollständige Bilderserien. Ausgerechnet die besonders schönen Bilder aus Vang Vieng haben es aber noch nicht alle durch die schmalen Datenleitungen geschafft.

 

Marlborough Adventures

Die zweitägige Tour auf dem Queen Charlotte Track war eine tolle Erfahrung. Am ersten Tag bin ich die Teilstrecke von der Camp Bay zur Portage Bay gelaufen. Es geht immer mal hoch und runter, man hat großartige Blicke auf den Marlborough Sound, und kann die relativ zahmen Vögel beobachten. Manchmal wechselt die Vegetation von Dschungel auf Meditarrenes Gebüsch auf Birkenwald sehr plötzlich, manchmal schon nach dem Umrunden einer weiteren Kurve. Am Ende der Etappe war ich sehr froh, dass mich ein Bett und eine warme Dusche erwarteten. Mit einer Katze im Arm schlief ich friedlich ein. Marlborough Adventures weiterlesen

Picton

Die Überfahrt zur Südinsel war eine gute Entscheidung. Hier ist ja richtig Wald auf den Hügeln, nicht nur Weideland!

Der kurze Spaziergang auf der Landzunge war ein schöner Vorgeschmack, ab morgen bin ich zwei Tage zu Fuß und per Fahrrad auf dem Queen Charlotte Walk unterwegs.

Mit den Tauchen wird es hier leider nichts, es scheint weder genug Angebot noch Nachfrage zu geben.

Vier Tage am Strand und dann nach Wellington

Nach zwei Wochen des ständigen Umherreisens waren ein paar Tage der Ruhe genau das Richtige. Die größte Aufregung der letzten Tage war die Nahrungsbeschaffung, ansonsten dominierten kurze Spaziergänge am Strand oder auf den Klippen sowie das Beobachten der Gezeiten das Tagesgeschehen. Die gleißend hell scheinende Sonne sorgt dabei nicht nur für einen knackigen Teint, sie lässt einen auch die durchaus kühlen Nächte vergessen. Vier Tage am Strand und dann nach Wellington weiterlesen

Traumstart in Auckland

Moe ist einfach ein Herzenskerl! In der Ankunftslobby wartete er schon auf mich und brachte mich direkt zu Simons weitläufigem Kreativ-Ressort, wo ich den Rest der Band traf und versuchte, meinen flauen Magen zu kurieren. Das gelang erst später nach einem Powernapping mit überraschendem Weckdienst. Manchmal ist ein kurzer Schlaf in einem dunklem Club wie dem Wammy’s die beste Medizin.

Dann endlich der große Moment – 20meterbreit live, nach langen Jahren der Entbehrung! Die neue Besetzung, die den leider nicht mitreisenden Oliver durch Sabine als Sängerin und Dominik als Bassist ersetzt, funktioniert hervorragend! Adoleszenzstrahlen lässt mich immer noch Kreise und Spiralen sehen, und es ist es toll, die alten und neues Songs zu hören. Ich freue mich auf die kommenden Gigs, vor allem Wellington verspricht ein Highlight zu werden.

Von den anderen drei Bands haben mich „God Bows to Math“ und insbesondere „Captain Seargent Major“ schwer beeindruckt; melodiös-hypnotischer MathNoiseRock wie er sein muss.

P.S.: Der Aufpreis für ein Essen im Jetstar-Flug hatte sich nicht gelohnt. Nach kurzem Aufenthalt in meinem Magen habe ich es der Toilette zurück gegeben.

Vang Vieng Retrospektiv

Das einstmals verschlafene Dorf Vang Vieng ist unter manchen Reisenden bekannt für sein Tubing (bei dem man in einem Reifen sitzend den Fluss hinabtreibt, und sich regelmäßig alkoholische Nachschub an einer der vielen Bars holt), sowie den für laotischen Verhältnissen langen Partynächten. Wo überall sonst, auch in der Hauptstadt, um 23.00 Uhr fast alles schließt, so wird auf der Partyinsel im Fluss von Vang Vieng die Nacht zum Tage gemacht. Das abendliche Straßenbild mit eimersaufenden Jungerwachsenen, Cafés in denen TV-Serien wie Friends laufen und die zumeist schlechte Musik sollen nicht ohne Grund an die Kaoh Sarn Road in Bangkok erinnern. Vang Vieng Retrospektiv weiterlesen

Reiseplanung für die nächsten Tage

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17.1. 8:30 Mini Bus von Vang Vieng nach Vientiane
17.1. 16:15 Flug von Vientiane nach Bangkok
18.1. 9:15 Flug von Bangkok nach Singapur
18.1. 18:00 Flug von Singapur nach Auckland
19.1. 10:05 Ankunft Auckland

Die zwei Tage hier waren viel zu kurz, die Fahrt hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Details und Bilder folgen retrospektiv morgen aus Bangkok.

Grippe ist überstanden, bin wieder topfit.

Poste gerade aus einem der unzähligen Cafés, in denen TV Serien laufen und in die man eigentlich nur für den WiFi Zugang geht. Immerhin läuft hier Family Guy und nicht Friends.

Vientiane

Auch mit Grippe kann man in Vientiane einiges erleben:

  • Nachts am Busterminal stranden, und fast menschenleere Straßen vorfinden.
  • Eindeutige Angebote von Ladyboys auf Motorrollern erhalten.
  • Sinnlos mit einem Tuk Tuk herumfahren
  • Nachts am Mekong sitzen, und von Fischern zu einem Schlückchen „Lao Lao“ eingeladen werden.
  • Gesuchte Dinge dort erhalten, wo man sie nicht erwartet.
  • Seltsame Rindswürste verspeisen.
  • Zu einer Art Untergrund-Club eingeladen zu werden – und ihn dann nicht nicht finden.
  • Lecker mit den Freunden essen gehen.
  • Das erstaunlich wohlschmeckende Beerlao genießen.
  • Sich vor den hygienischen Zuständen im Krankenhaus gruseln.
  • Über den Markt schlendern, und nach dem Besuch der Fisch-, Fleisch- und Geflügelabteilung ernsthaft die Konvertierung zum Vegetarier in Erwägung ziehen.
  • Das nie fertig gestellte triumphbogige Betonmonster namens Patuxai besichtigen.

Aber eigentlich bin ich hier schon viel zu lange in der Stadt. Ohne Grippe wäre ich sicherlich schon eher los. Gleich geht es daher weiter mit dem Bus nach Vang Vieng, um von dort aus ein wenig das Umland zu erkunden. Der ballermannmäßigen Partymeile kann man hoffentlich aus dem Weg gehen.

 

Ban Nahin und die Höhle von Kong Lor

Die komplette 500km-Rundreise der „Loop“ haben wir aus Zeitgründen doch nicht unternommen, sondern sind mit Bus und Songthaew in das relativ verschlafene Nest Ban Nahin gefahren. Selbst da gibt es mittlerweile einige Guesthouses und Restaurants. Die circa 40km entfernte Höhle von Kong Lor ist eben ein starker Anziehungspunkt, und auch für uns der Grund, dort hin zu fahren. Ban Nahin und die Höhle von Kong Lor weiterlesen

Doing the loop

Nach einer durchzechten Nacht am Backpacker-Lagerfeuer werden wir heute eine mehrtägige Mopedrundtour starten, und unterwegs unter anderem die Höhle von Tham Kong Lo besuchen.

Auch wenn ich kaum bis keine motorisierte Fahrerfahrung besitze, bin ich da guter Dinge. Was soll an schlammigen Pisten, Bergstrecken mit 30% Steigung und Fahrten kurz vorm Abgrund schon so schwierig sein?

Open Water Diver

Nach vier Tagen Theorie und Praxis in vier Tauchgängen vor Koh Tao habe ich heute meine Brevetierung als Open Water Diver erhalten. Yeeaha!

Allison war eine großartige Lehrerin, die mit viel Geduld und Freundlichkeit alles notwendige ausführlich erklärt hat. Da ich der einzige in dieser Gruppe war, hatte ich ihre volle Aufmerksamkeit. Wie sich herausstellte, war ich ihr erster Schüler, dementsprechend hat sie sich ebenso darüber gefreut wie ich.

Vermutlich werde ich morgen gleich noch einige Adventure-Tauchgänge machen. Dann mal sehen, ob es vielleicht nicht doch klappt, dass ich mich mit M. in Bangkok treffe, um mit ihm zusammen zu P. und B. in Laos aufzuschließen. Zwischen Pakxe und Vientiane liegen doch ein paar Städte mit Flughäfen; da gäbe es die Möglichkeit, die beiden zu treffen, und wenigstens einen Teil des Trips zusammen zu gehen.

Dazu müsste man sie allerdings auch kontaktieren können…

Fröhliches Neues Jahr

Euch allen ein gesundes und fröhliches neues Jahr! Mögen alle eure Wünsche in Erfüllung gehen. Ich hoffe, ihr seid ähnlich gut hineingerutscht wie wir hier. Schlussendlich konnten mich meine Münsteraner Freunde doch noch dazu bewegen, auf den Berg zum Experience-Festival zu gehen -wo wir ausgesprochen viel unsinnigen Spaß hatten.

Und die erste Nacht des neuen Jahres am Morgen mit einem Bad im Meer zu beginnen, kaltes Bier trinkend und heißes Sandwich essend, daran könnte ich mich durchaus gewöhnen.

Da hier heute ein Regentag ist, habe ich mal die bisherigen Thailand-Bilder hochgeladen.

Angekommen auf Koh Tao

Nach einer langen Reise bin ich endlich auf der wunderschönen Insel Koh Tao angekommen. Da ich den Trip kurzfristig vor Ort gebucht habe, und aufgrund des kommenden Neujahrsfestes und des Experience-Festivals sehr viele Menschen die Insel besuchen, war nur noch eine sehr umständliche Reise mit mehreren Bussen und Booten über drei andere Inseln verfügbar, weshalb ich gut zwanzig Stunden unterwegs war.

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Vom Rauchen in Japan

Das Rauchen ist in Japan recht unterschiedlich zu Deutschland reglementiert. Auf offener Straße darf eigentlich nirgends geraucht werden, außer in speziell vorgesehenen Raucherbereichen. Diese bestehen manchmal aus einem Aschenbecher neben einem Zigarettenautomaten, oder einem Eimer vor einem Geschäft. Natürlich hält sich nicht jeder daran, aber selbst, wenn außerhalb der designierten Zonen geraucht wird, gebietet es die Höflichkeit, zumindest eine etwas abseits liegende Ecke aufzusuchen, und seine Stummel in der Hosentasche oder einem Taschenaschenbecher. Letztere gibt es in jedem Supermarkt zu kaufen – kleine Täschchen mit feuerfestem Stoff im Inneren. Auch teure Varianten für Geschäftsleute wurden gesehen: matt glänzende Edelstahlzylinder, die Platz für eine Handvoll Kippen bieten.

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Die Fujiyama-Onsen-Bande

Die traditionellen japanischen Badehäuser werden Onsen genannt. Man entspannt sich in diversen unterschiedlich temperierten, steinernen Sitzbecken, die von einer massiven Holzkonstruktion überdacht sind, oder sich im Freien befinden. Eine Sauna und diverse Ruheräume sind auch vorhanden, sowie im Falle des Fujiyama-Onsens Massageräume und ein kleines Restaurant. Die Fujiyama-Onsen-Bande weiterlesen

Nightlife in Minowa und Shibuya

In der Bar Lyphard lernte ich nicht nur Koichi, Daisuke und Akinori kennen, sondern auch den Yukiguni und den besten Whiskey Sour, den ich je das vergnügen hatte zu trinken. Es ist wirklich eine Augenweide, den beiden hinter der Bar beim Arbeiten zuzusehen. Mit ruhigen Bewegungen und hoher Präzision werden großartige Drinks und kleine Leckerbissen zubereitet. Ein anderer Blogger hat seine Erlebnisse in der Bar Lyphard sehr ausführlich beschrieben.

Nennt mich ab sofort verwöhnt. Nightlife in Minowa und Shibuya weiterlesen

Kurzmeldung aus Tokyo

Mann, was ist das für eine irre Stadt! Da wundert sich hoffentlich keiner, dass ich mit Photos auswerten gar nicht hinterher komme, vom Bloggen mal ganz abgesehen. Von den über 300 Bildern sind es nach sehr kritischer Bewertung immer noch circa 40, die es Wert sind, beschriftet, getaggt und hochgeladen zu werden. Dauert alles ein wenig, aber es geht voran.

Als kleiner Vorgeschmack hier das Bild, wo ich Neon-Tokyo meiner Meinung bisher am besten eingefangen habe.

Morgen geht’s dann mit dem Zug nach Kawaguchiko. Hoffentlich geht mit dem Hotelzimmer alles klar.