Lost in Transaction

Nach Durchlaufen der Prozedere für Immigration („put your index fingers on the readers here, and look into the camera there“) sowie Einfuhr („let me take a look in your bag. but first – are you sure you do not have any of those restricted substances with you?“) ging der erste Weg zu einem Geldautomaten, um sich in lokaler Währung einzudecken.

Als ich erst am dritten ATM und beim zweiten Versuch gerade mal so ¥10.000 (circa 100€) abheben konnte, beschlich mich schon ein komisches Gefühl. Auch, dass ich das Ticket für den Skyliner-Expresszug noch mit der Karte zahlen konnte, hat mich wenig beruhigt.

Leichte Panik kam auf, als ich weder das Hotelzimmer bezahlen, noch beim seven-11 um die Ecke Bargeld abheben konnte. Auch die Tatsache, dass sich die Obdachlosen aus der Gegend ein Nachtlager in einer überdachten Einkaufsstraße errichten dürfen, hat wenig zu meiner Entspannung beigetragen.

 

So verbrachte ich den Großteil des heutigen Vormittags damit, obskuren Hinweisen aus dem Internet zu folgen („bei Japan Post geht alles besser“), doch diese Dinger spuckten mir immer nur einen Zettel mit einer Fehlermeldung, aber keine Geldscheine aus.

Einen kurzen Moment lang war ich fast so weit, frustriert ins Hotel zurück zu fahren, als zum Glück das „logische Denken“ einsetzte. Die Bank konnte noch gar nicht auf die Mail antworten, da es in Deutschland ja noch Sonntag Nacht war! Anrufen brauche ich da jetzt auch nicht! Alles wird gut! Ab nach Shinjuku!

So hatte ich doch noch einen schönen Tag, und als ich vorhin mit dampfenden Füßen im Zimmer die Mails checkte, war just die Erlösende Meldung angekommen. Monatslimit erhöht, Hotelzimmer bezahlt – auf geht’s in die von Moe und Phillip empfohlene Bar Lyphard! Schließlich ist in Deutschland noch acht Stunden lang der 19. Dezember!

Ein Gedanke zu „Lost in Transaction“

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