Marlborough Adventures

Die zweitägige Tour auf dem Queen Charlotte Track war eine tolle Erfahrung. Am ersten Tag bin ich die Teilstrecke von der Camp Bay zur Portage Bay gelaufen. Es geht immer mal hoch und runter, man hat großartige Blicke auf den Marlborough Sound, und kann die relativ zahmen Vögel beobachten. Manchmal wechselt die Vegetation von Dschungel auf Meditarrenes Gebüsch auf Birkenwald sehr plötzlich, manchmal schon nach dem Umrunden einer weiteren Kurve. Am Ende der Etappe war ich sehr froh, dass mich ein Bett und eine warme Dusche erwarteten. Mit einer Katze im Arm schlief ich friedlich ein.

Am nächsten Morgen holte ich das gemietete Fahrrad ab, und begann mich umgehend zu verfluchen. Wie konnte ich nur so doof (oder übermütig) sein, und mir das zumuten, noch dazu als mehr oder weniger unerfahrerner Mountain Biker? Die erste Stunde war ich nur am schieben, der Weg war einfach zu steil, noch dazu von großen Steinen gespickt und schmalen Abwässerläufen durchzogen. Danach ging es einen ebensolchen Weg bergab, was ähnlich anstrengend, dafür weitaus gefährlicher war. Eine Kurve etwas zu schnell zu erwischen war mit dem sicheren Tod gleichzusetzen. Zu stark bremsen führt andererseits dazu, dass man das Gleichgewicht verliert, und sich die Beine blutig aufkratzt (nicht weiter schlimm, alles ist gut).

Glücklicherweise ist der Rest dieses Abschnitts dann fast nur noch bergab, und die Beschaffenheit des Weges wird merklich besser. Trotzdem hielt ich es für angebracht, ohne Wegkenntnis regelmäßig abzubremsen, dann nach jeder sicheren Kurve, die man mal schnell fahren kann, wartet schon die nächste, die knapp am Abgrund in den Dschungel entlang führt.

Auf dem Wassertaxi zurück nach Picton erfuhr ich, dass es durchaus mehrere Diveshops in der Nähe gibt, und ich mein Glück doch einfach mal bei der Touristeninfo versuchen soll.

Und ja, es hat geklappt! Heute war ich das Wrack eines Ausflugdampfers besuchen, und habe anschließend in einem Meerreservat die Fische mit Dosenfutter gefüttert. Nine ist ein sehr freundlicher und ruhiger Instructor, der überhaupt kein Problem damit hatte, nur aufgrund meiner einzelnen Anfrage das Boot klar zu machen und mit mir tauchen zu gehen. Beim Atlantic Dive Hostel hatte man mir nicht nur seine Existenz verschwiegen, sondern mir dazu noch einen Schooling-Dive am Ende der Woche und ansonsten ein wenig Schnorcheln empfohlen. Von daher – all thumbs up to Nine!

If you ever go diving in Picton, go for Nine Dives.

Morgen werde ich mich auf den Weg nach Nelson und von da aus in die Golden Bay machen. Ich erwarte verlassene Strände, Klippen und wilde Natur.

Internet ist hier nach wie vor eine kleine Katastrophe; momentan sitze ich in der Bibliothek von Picton, wo es kostenloses und nicht völlig lahmes Internet gibt. Strictly One Hour Maximum. Ich versuche immer mal so viele Bilder wie möglich hochzuladen, bis jetzt leider nur so halb erfolgreich. Sobald mal wieder alles in Sync ist, verlinke ich auch die entsprechenden Alben. Bis dahin könnt ihr euch selber durch das kleine Chaos klicken.