On the road again

Rongo Backerpacker entpuppt sich als kleines Paradies am Ende der Welt. Im Garten grast ein Schaf, bei Kräutern und Erdbeeren darf sich jeder frei bedienen, der ökologische Anspruch ist hoch (es wird nur Regenwasser verwendet, welches durch Solarenergie und einen Holzofen erwärmt wird), der Besitzer sowie die dort arbeitenden Woofer sind fröhlich und gesellig.

Ausstattungstechnischer Höhepunkt, und mit mindestens drei Sternen zu würdigen, stellt die kleine Radiostation neben dem Kino dar! Im Umkreis von ein paar Kilometern kann auf UKW 107,2 MHz empfangen werden, was die Hostelbewohner auf Sendung schicken. Der Sender läuft natürlich im ganzen Haus, und an meinem zweiten Abend wurde eine kleine Party gefeiert. Jeder konnte seine mitgebrachte Musik abspielen, wichtige Ansagen machen, oder aus dem großen Fundus auswählen. Und so liefen dann einige Edits von Berliner Szene-DJs über den neuseeländischen Äther.

Nach viel zu wenig Schlaf wurde ich heute Morgen um halb acht vom Bus nach Westport abgeholt. Dort gibt es nicht sehr viel zu sehen, und ich will in den letzten 10 Tagen doch noch ein paar Spots abfahren. Daher nahm ich nach kurzem Aufenthalt gleich den nächsten Bus nach Greymouth, um dort in den Tranzscenic-Train nach Arthur’s Pass zu steigen. Zwischendurch wurde eine halbe Stunde in Punakaiki pausiert – ausreichend, um ein paar schnelle Bilder von den berühmten Pancake Rocks zu machen. Das sollte einen bestimmten treuen Leser dieses Blogs sehr glücklich machen.

Morgen Nachmittag fahre ich nach Christchurch und nach einem Tag Aufenthalt weiter nach Dunedin. Vorher werde ich hier noch ein wenig die Gegend erkunden – sofern es morgen nicht weiter so regnet wie jetzt gerade. Falls doch, schaue ich halt den schlauen (und wunderschönen) Kea zu, wie sie Stromkabel und Satelittenschüsseln anknabbern.

Die Photos vom Heaphy-Track sind übrigens schon alle online, nur einen Text, der meine Eindrücke schildert, den habe ich diesmal (noch) nicht dazu. Klickt euch durch, die abwechslungsreiche und atemberaubende Landschaft sagt vermutlich ohnehin mehr als alle Worte.

And beware the Faces of Moss.