Scotts Track

Sofort ersichtlich: das ist ein etwas anspruchsvollerer Weg

Heute früh bin ich den Scotts Track in Arthur’s Pass gegangen, zumindest knapp über die Buschgrenze hinweg. Für den restlichen Weg hinauf zum Avalanche Peak fehlt mir die Zeit, denn gleich geht mein Zug nach Christchurch.

Der Weg ist anspruchsvoll, aber durchaus zu bewältigen. Es geht halt relativ steil bergauf, ab und an klettert man ein wenig. Belohnt wird man mit tollen Ausblicken über den Pass und hinein in Täler, die man von unten nicht sieht. Plötzlich kann ich den gegenüberliegenden Devils Punchbowl Wasserfall von oben sehen, sowie mehrere Ebenen der Bridal Veil Falls.

Sehr gefreut habe ich mich über die erneuten Begegnungen mit der Vogelwelt. Besonders der Schwarm Kea, der plötzlich aus einem Nebental herausflog und wild schreiend über mir kreiste, bevor sie im Gebüsch um mich herum landeten. Ich fühlte mich ein wenig wie von Wilddruden umzingelt. Etwas weiter oben flogen mir zwei hinterher, und landeten nur wenige Meter von mir entfernt. Sie labten sich im Buschwerk, behielten mich aber stets im Auge – und ich sie. Ich danke den beiden für die tollen Bilder, die ich nun von ihnen habe!

Nach zwei Stunden begann ich mit dem Abstieg, der zwar weniger anstrengend, aber ungleich gefährlicher war. Einen Beinahe-Sturz konnte ich nur durch einen beherzten Griff nach einem Ast abbremsen. Ein wenig schmerzt die Schulter immer noch ein wenig aufgrund dieser unerwarteten Zugkraftbelastung, scheint aber nichts ernsthaftes zu sein.

Alles in allem ein angenehmer 24-Stunden-Stopover. Die restliche Zugfahrt nach Christchurch wird sicherlich ebenso von toller Landschaft geprägt sein.