Entebbe Town

Entebbe ist die ehemalige Hauptstadt Ugandas am Ufer des Viktoriasees, an deren südlichstem Ende sich der internationale Flughafen befindet. Geflogen wird hier rund um die Uhr, was man in der ganzen Stadt zu hören bekommt.

Überhaupt, hören. Frühmorgens hört man die einheimischen Vögel zwitschern, tagsüber dominiert der Verkehr und ab kurz vor Sonnenuntergang kommt immer aus irgendeiner Ecke Musik hervor. Insgesamt ist aber eine relativ ruhige Stadt.

Die Ungleichheit der ugandischen Gesellschaft zeigt sich in unserem Viertel auf kleinstem Raum durch scharfe Kontraste. An der Hauptstraße wird hinter den kleinen Geschäften gewohnt, weiter oben am Hügel, keine 100 Meter entfernt, findet man großzügige Anwesen mit gepflegten Gärten, einem Carport für das SUV und Stacheldrahtrollen auf den hohen Mauern.

Handwerk findet auf Flächen direkt beben der Straße statt. Es werden Möbel gezimmert, Zäune geschweißt, Pflanzensetzlinge gezogen, Holzkohle geköhlert, Lehmziegel gebrannt. An größeren Kreuzungen stehen die omnipräsenten Boda-Bodas, Motorradtaxis mit indischen Boxermotoren, die für einen Großteil der Verkehrsleistung sorgen dürften.

Wir bevorzugen dagegen längere Spaziergänge um unsere Ziele zu erreichen. Dabei würde ich gerne mehr street fotografieren, bin mir aber noch unsicher wie und wo das hier angemessen ist. Sicher bin ich mir nur, dass es bei den vor Wechelstuben, Mobile-Money-Booths und Tankstellen postierten Männer, die mit Kalshnikovs und anderen Gewehren bewaffnet sind, eher keine gute Idee ist.

Wir besuchen den botanischen sowie den zoologischen Garten von Entebbe (dazu später mehr) und fahren abends mit Matato-Sammeltaxis zurück.

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