Hustle and Bustle in Nairobi

Im Vorfeld hört man viel über den gefährlichen, hektischen Supermoloch Nairobi, den man am besten schnell wieder verlassen sollte. Ein bisschen ein Gefühl für die Stadt wollen wir aber schon bekommen und bleiben ein paar Tage.

Exotisch essen gehen

Nach fast zwei Monaten in Ostafrika genießen wir es in einer internationalen Metropole zu sein und gehen jeden Abend exotisch essen. Zunächst gönnen wir uns klassisch italienische Pasta und Pizza im Restaurant Trattoria, dann chinesische Sichuanküche bei Mister Wok, und schließlich japanokoreanische Ramen und belgische Schokolade im supermodernen Einkaufstempel Village Market. Alles auf hohem Niveau, allerdings vermisst man selbst bei diesen Einrichtungen die Raffinesse guter Gewürze und Kräuter.

Sightseeing

Wir besuchen das Kenyatta International Convention Centre, bei dem wir von innen und außen die brutalistische Architektur und von oben die tolle Aussicht auf die ganze Stadt genießen. Sehr auffällig ist der riesige neue Expressway, der direkt zum Flughafen und zum Fernbahnhof vor den Toren der Stadt führt. Am Stadtrand lässt sich der Nairobi Nationalpark erkennen.

Nicht allzu weit entfernt davon schauen wir uns den Gedenkpark an, der an der Stelle, der von Al-Qaida bei einem Bombenattentat zerstörten US-Botschaft angelegt wurde. Ein kleiner, angenehmer Ruhepol mitten an einer der größten Straßen der Innenstadt.

Dem Eisenbahnmuseum statten wir ebenfalls einen Besuch ab. Dort stehen in zunehmend schlechter werdenden Zustand einige Dampfloks und alte Waggons herum. Außerdem gibt es eine historische Ausstellung zu den Ursprüngen des Zugverkehrs aus Kolonialzeiten. Eine Parkeisenbahn für Kinder verschwindet langsam unter der Vegetation. Das Museum ist trotzdem sehr lohnenswert, wenn man sich für das Thema interessiert.

Auch der von einem öffentlichen Verein verwaltete Karura Forest ist ein schönes Ausflugsziel. Den Eintritt kann man nur mit M-Pesa oder „Machine“ (heißt: Kartenzahlung) bezahlen und das Mitbringen von Einwegplastik jeder Art ist wie in allen kenianischen Parks verboten und wird auch kontrolliert. Alles sehr modern hier!

Uber und Bolt

Beide Apps funktionieren sehr gut in Nairobi. Bolt ist oft ein kleines bisschen günstiger, dafür hat Uber mehr Sicherheitsfeatures. Nachts sollte man deshalb eher Uber nehmen; es gibt aber auch je nach Stadtviertel eher mehr Uber oder mehr Boltfahrer. Bei Bolt kann man kein Trinkgeld über die App geben, das sollte man dann mit Bargeld machen. Wenn man partout keinen Fahrer findet, oder die Fahrten immer abgelehnt werden, sollte man die Bezahloption prüfen. Wenn über eine Kreditkarte in der App abgerechnet wird, lehnen das viele ab. Mit Bargeld oder M-Pesa hat man das Problem nicht. Auch sollte man eine lokale Handynummer hinterlegen, die Fahrten wurden oft noch telefonisch bestätigt.

SIM-Karte und M-Pesa

Eine SIM holt man sich am besten bei Safaricom. Gibt es vermutlich auch am Flughafen; in der Stadt bekommt man sie nur beim zentralen Safaricom Customer Center unter Vorlage des Reisepasses. Ein Tarifbundle würde ich Rückblickend nicht sofort kaufen, da bekommt man unnötig viele SMS und Sprachminuten dazu, beides nur nutzbar im eigenen Netz. Besser ist es, einen gewissen Betrag auf sein M-Pesa-Konto aufzuladen und damit dann ein wenig Airtime zu kaufen. Da gibt es oft einen Bonus von bis zu 50%. Mit der Airtime kann man dann telefonieren oder Datenpakete bezahlen. Das Angebot ist so vielfältig wie undurchsichtig. Mit je 10+GB für 30 Tage sind wir halbwegs gut zurecht gekommen, laden aber auch viele Bilder hoch.

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