In und unter Musanze

Zu fünft machen wir einen Rundgang über den Markt der Stadt Musanze, die offiziell Ruhengeri heißt. Neben Küchenutensilien, Rattenfallen und Zentnersäcken mit Bohnen oder Reis ist vor allem frisches Obst und Gemüse an den Ständen der dunklen Halle im Angebot. Wir decken uns mit Süßtomaten, Maracuias, Ananas, Avocados, Banananen und Gurken ein.

Ein anderer Markt befindet sich in einem vierstöckigen Betongebäude, welches einer Mall ähnelt. Hier werden vor allem Kunsthandwerk, Kleidung und Schuhe verkauft. Man könnte sich auch aus einer riesigen Auswahl bunter Stoffe direkt ein Kleid oder ein Hemd schneidern lassen. So schön vieles davon ist, ist das auf einer langen Reise wie der unseren leider vor allem Ballast, den man viel zu lange herum tragen müsste.

Musanze Caves

Am nächsten Morgen sind wir am Eingang zum Nationalpark verabredet, um einen Besuch in den Höhlen von Musanze zu buchen. Selbst dieser schlägt mit $50 pro Person zu Buche. Diese befinden sich auch gar nicht im Nationalpark selbst, sondern am Stadtrand von Musanze, wo wir mit der Rangerin noch hin fahren müssen. Das ganze entpuppt sich als drei relativ kleine Auswaschungen in vielleicht zehn Metern Tiefe, die man in einer Gruppe auf gemauerten Wegen innerhalb von ein, zwei Stunden durchquert. Gescheucht ist vielleicht zu viel gesagt, aber einfach mal ein paar Minuten irgendwo sitzen und alles auf sich wirken lassen ist nicht möglich. Außer einer Fledermaus und einer Eule gibt es auch nicht wirklich viel zu sehen, also keine Tropfsteine oder ähnliches. Insgesamt eine eher enttäuschende Erfahrung und kein Vergleich zu tollen Höhlenerlebnissen wie in Laos, Slowenien oder der fränkischen Schweiz.

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