One Night in Phuket


(
komplettes Album Phuket)

Um Bangkok will ich dieses Mal einen großen Bogen machen, mir ist nicht wirklich nach Großstadt, sondern nach Naturerlebnissen. Da scheint mir Phuket der bessere Ausgangspunkt zu sein, zumindest wenn man sich auf den Süden von Thailand konzentriert.

Doch erst mal gilt es, den Geldautomaten zu bezwingen, welcher partout nicht mit mir kooperieren mag. Irgendwie kommt mir das bekannt vor; doch glücklicherweise lässt sich das diesmal mit einem Anruf bei der Bank umgehend ändern. Schon schön, diese moderne Kommunkationswelt.

Ich hatte mir eine Unterkunft in der Altstadt reserviert, und nicht an den Partystränden. Ich will schließlich nur etwas Kraft tanken, bevor es nach Ranong weiter geht. So genieße ich nur noch ein leckeres Fisch-Chili-Curry, was mir die Tränen in die Augen, das Lächeln ins Gesicht und die letzten latenten Erkältungsträger aus der Blutbahn treibt.

Der Balkon meines Zimmers ist übrigens äußerst skurril. Irgendwann hatte man da vermutlich schon so etwas wie eine Aussicht, doch in der Zwischenzeit wurden ein Parkhaus und ein Restaurant unmittelbar davor gebaut. Unmittelbar meint hier „im Abstand von 10cm“.

Am nächstem Morgen begebe ich mich auf die Suche nach einem Frühstück, und bestaune die alten Gebäude im sino-portugisischen Kolonialstil. Auffällig ist, dass in den Ladenzeilen neben den typischen Touristeneinrichtungen (Café, Schmuckladen, 7-Eleven) auch Künstlerateliers und kleine Handwerksbetriebe wie Druckereien und Werkstätten untergebracht sind.

Das erste angebotene Transportmittel ist immer das teuerste, schnellste und langweiligste.

Dieser Regel kann man blind folgen. Am Flughafen wurde mir direkt nach Gepäckausgabe ein Taxi für 250 Baht angeboten, vor der Tür waren es immer noch 150 für einen Platz im Minivan, der aber erst fährt, wenn er voll ist. Genommen habe ich dann den Airport Bus für 80, der etwas versteckt links vom Ausgang abfährt. Verspätet, und nur ein paar Mal am Tag, aber ich habe keine Eile, ganz im Gegenteil. Und meine Unterkunft hatte ich eh so gewählt, dass ich vom alten Busterminal bequem hinlaufen kann.

Der Bus nach Ranong fährt aber vom neuen Terminal 2, welches etwa sieben Kilometer vom Stadtzentrum aus dem Boden gestampft wurde. Das erste Angebot war eine Mopedfahrt für 80 Baht gewesen – abenteuerlich, mit dem großen Rucksack!, doch ich wurde freundlicherweise auf den lokalen „Pink Bus“ im Thong-Tae-Stil hingewiesen, der mich für 10 Baht hinbringt. Mir gegenüber hat ein freundlicher Mönch Platz genommen. Leider spreche ich zu wenig Thai, und er zu wenig englisch, um auch nur den Ansatz einer Konversation zu beginnen; auf seine Frage „where are you from“ konnte ich ihm nur Worte nennen, die er offenbar noch nie gehört hatte.

Die Busfahrt nach Ranong verläuft soweit unspektakulär; ich bin allerdings heilfroh, bereits 90 Minuten vor Abfahrt am Busbahnhof gewesen zu sein, denn so konnte ich mir noch einen Sitzplatz reservieren. So viel Glück hatten nicht alle meine Mitreisenden!

Mittlerweile bin ich in Ranong gut angekommen. Ich werde heute eine kurze Tauch-Auffrischung machen, sowie die Ausrüstung anprobieren, und abends mal die heißen Quellen in der Nähe aufsuchen. Außerdem ist heute noch das chinesische Neujahrsfest, was bereits jetzt am Tag ausgiebig beböllert wird.

Ganz besonders freue ich mich aber auf die morgen startende Tauchtour in den burmesischen Andamanen!