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Kaiserlicher U-Boot-Bunker zu Berlin

Das neue Berliner Schloss ist ja nun im Rohbau fertig.

Ich weiß jetzt gar nicht, ob der Kaiserliche U-Boot-Bunker zu Berlin auch wieder vollständig hergestellt wird? Da ist ja, wie auf dem Bild unten mittig zu erkennen, nur noch der geheime Eingang am KupfergrabenSpreekanal erhalten geblieben.

Schließlich ist die Anlage nicht minder geschichtsträchtig! Hier war es, wo Kaiser Wilhelm II am 9. November 1918 die Flucht antrat, um über den Seeweg sein Exil in den Niederlanden anzutreten.

Update: da denkt man sich irgendwelchen Quatsch aus, und dann stimmt das auch noch mehr als man glauben mag. Laut Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin war das tatsächlich ein Yachthafen, und es gibt auch ein Bild von den Bauarbeiten im Jahr 1896, welches ich mit dessen freundlicher Genehmigung hier abbilden darf:

Copyright: WSA Berlin (www.wsa-berlin.wsv.de)

Die Mauersegler sind da

Über die Ankunft der kreischenden Mauersegler freue ich mich jedes Jahr aufs Neue, denn spätestens dann ist klar, dass der Sommer da ist. An vergangenen Wochenende war es so weit, und man konnte sie durch die engen Straßen von Rixdorf fliegen sehen und hören.

Aufgrund ihrer Körperform werden sie ja oft für Schwalben gehalten. Diese haben aber keinen schwarzen, sondern einen hellen Bauch, und fliegen und klingen anders.

Faszinierend finde ich aber vor allem, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens fliegend in der Luft verbringen, wenn sie nicht gerade brüten. Essen, schlafen, spielen, balzen, kopulieren – alles im Flug.

Mehr dazu in der Wikipedia, Artikelbild von Wikimedia Commons, User Keta, lizensiert unter CC-BY-SA 2.5.

 

 

Expedition ins Blub

Das ehemalige Spaßbad Blub in Neukölln rottet ja schon lange vor sich hin. Ich wollte da schon seit langem mal vorbei schauen – so als Liebhaber verlassener Orte. Bisher bin ich halt noch nicht dazu gekommen.

Nun wurde ich durch einen Artikel im Tagesspiegel aufgeschreckt, in dem was von einem Brand, bestelltem Wachschutz und baldigem Abriss steht. Da wir ohnehin K.s Schwester im Krankenhaus Neukölln besuchen wollten (nochmals gute Besserung an dieser Stelle!), lag das quasi auf dem Weg. Und so fand sich endlich Zeit für einen kleinen Rundgang.

Da die Tore und Zäune weit offen stehen, und wir dem Credo „take nothing but pictures and leave nothing but footsteps“ treu blieben, geht so ein Besuch auch völlig in Ordnung.

Ähnlich zurückhaltend waren natürlich nicht alle vorherigen Besucher der letzten Jahre, was mal mehr, mal weniger schön ist. Doch seht selbst (klick für Slideshow).

Wasserflaschensammler

Wer sich schon mal gefragt hat, wer im Kanal schwimmende Pfandflaschen, am Ufer liegende Papiertaschentücher und anderen Unrat in und an Berliner Gewässern einsammelt – da kommt dieses PS-Monster vorbeigetuckert, navigiert zielgenau mit lautem Motorbrüllen und schnappt mit Greifer oder Käscher zu.

Das Sexleben siamesischer Zwillinge

Gestern Abend hat Irvine Welsh sein neues Buch „Das Sexleben siamesicher Zwillinge“ im Glashaus der Berliner Arena vorgestellt. Darin nimmt er Fitnesswahn und Fettleibigkeit in Zeiten von Web 2.0 und eines implodierenden Wirtschaftssystems in seiner eigenen, drastischen Art aufs Korn.

Das zumindest versprechen die gelesenen Ausschnitte (großteils auf deutsch vom Autor Nagel), eine schöne Rezension habe ich beim readpack gefunden.

Ich hatte Welsh‘ Buchwelten ja eine ganze Weile regelrecht verschlungen, ihn nach Porno aber irgendwie nicht mehr auf dem Radar gehabt. Umso schöner war die Einladung zu dieser Lesung, und die Überraschung, dass es zu Trainspotting ja mittlerweile sogar ein Prequel gibt: Skagboys. Das habe ich mir dann, mit Signatur und Händedruck, auch noch mitgenommen, und freue mich schon zu erfahren, wie Renton & co so geworden sind, wie man sie kennen gelernt hat.

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