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Danse Macabre á Maria

The Faint Maria Berlin 2008-09-05

Ich mag Bands, die Gitarren, Schlagzeug und Synthies gekonnt kombinieren. Ich gehe gerne auf Konzerte in kleinen Clubs, die trotzdem guten Sound haben. Mir gefallen Schwellwert-reduzierte Grafiken und Animationen.

Von daher hätten sich The Faint gestern in der Maria schon sehr anstrengen müssen, dass mir ihr Konzert nicht gefällt. Was sie natürlich nicht getan haben – sie haben richtig fett gerockt! Alle wichtigen Songs waren vertreten, das Publikum ging mit, die Visuals waren immer passend und sehr kreativ. Nach fast zwei Stunden wurde ich völlig begeistert und durchgeschwitzt in die Nacht entlassen.

Gerne bald mal wieder!

Mars Volta im Huxley’s

Vom gestrigen Berlin-Konzert der modernen Prog-Rock-Band Mars Volta hier nur ein kleines Handy-Bild.

Mars Volta im Huxley's / Berlin am 25.02.2008

Die gut zwei Stunden waren im ganzen sehr großartig gespielt – leider war der Sound nicht so prickelnd, weshalb man oft nur die Hälfte der acht Musiker ausmachen konnte. Neben den Klassikern (Bass, Gitarre, Schlagzeug) waren da auch noch ein Multi-Blasinstrumentalist, ein Percussionist, ein Pianist und jemand, der an Gitarre und Effektgeräteknöpfen herumspielte. Einzelne Songs erkannte ich nur wenige; Mars Volta sind für mich auch eher eine Band, deren Alben man am Stück hört, und das nicht so sehr auf die einzelnen Songs herunterbricht.

Auf jeden Fall sehr erstaunlich zu sehen, was aus einer halbierten und erweiterten Hardcore-Combo so werden kann. Und wer mal sehen will, in welchen Schuppen At the Drive-in früher auftraten, dem sei Patricks Photoband empfohlen.

Lärmtermine

In Berlin wird einem ja ein wirklich großes Spektrum der elektronischen Musik angeboten. Auch die weniger eingängigen Spielarten wie Noise und Industrial kommen da nicht zu kurz. Dazu zwei Ausgehtipps für die nächsten Tage.

Heute: The Young Gods im Berghain

Das schweizer Industrial-Urgestein „The Young Gods“ konnten wir bei ihrem letzten Berlin-Abstecher in der Kalkscheune schon sehen. War ein gutes Konzert – die Jungs haben ihr Ding echt drauf. Leider waren nicht sehr viele Leute da, mal sehen wie das heute im Berghain wird.

Samstag: Crossing The Parallel in der Maria

Ein neues Konzept stellen Schlagstrom am Samstag in der Maria vor: „Electro – Industrial – Techno – EBM – Noise – old school EBM treffen aufeinander“. Klingt genau nach meinem Geschmack! Mir war die Vermischung von Szenen und Stilen schon immer lieber als getrennte Welten. Mal sehen, wie das beim Publikum ankommt. Ich freue mich jedenfalls besonders auf Luc Van Acker (Revolting Cocks) und The Horrorist.

Jede Menge Geile Hardcore Photos

Fucked Up

Patrick hat es endlich geschafft, und nach langer Arbeit seinen Bildband mit „den besten Photos aus 14 Jahren Live-Photographie“ fertig gestellt. Richtig gelesen, keine Online-Galerie, keine Massenbeliebigkeit, sondern ausgewählte, analog verarbeitete Bild-Höhepunkte, komplett in schwarz & weiß. Eben Out Of Vogue, aber totally.
Die Vorschau verspricht so einiges. Ich freue mich schon darauf, mein Exemplar in den Händen zu halten!

In Rixdorf ist Musike!

Die positive Entwicklung des Reuterkiezes strahlt mittlerweile auch auf die benachbarten Straßen aus. Selbst in der Weserstraße, die noch bis vor kurzem eher trostlos war und nur durch ihren durchgehenden Radweg positiv auffiel, sprießen nun die neuen Örtlichkeiten. Begonnen mit dem Freies Neukölln (Ecke Pannierstraße), weiter über das Ä (Ecke Fuldastraße – keine Woche auf, und schon regelmäßig gut besucht!) zum Laden des Gelegenheiten e.v. (Ecke Elbestraße). Just an dieser Ecke, allerdings in der Schultheiß-Kneipe gegenüber, konnte man (für diese Gegend) unglaubliche Szenen beobachten. Ca. 100 meist junge Menschen tummeln sich vornehmlich auf dem Bürgersteig und aus den Fenstern schallt die Live-Musik einer Punkband. Wirklich sehr überraschend, wenn man hier jahrelang mit dem Fahrrad entlangfährt, und selbst zur Fußball WM nur tote Hose und ausgesetzte Möbel vorgefunden hat.

Weserstraße Ecke Elbestraße

Weserstraße Ecke Elbestraße

Das diesjährige Kunstfestival 48 Stunden Neukölln wird dieser Entwicklung sicherlich weiter Vorschub leisten. Von wegen Ghetto – Neukölln rult, ok?!

Frühjahrskonzerte

Lange nicht gebloggt. Dabei hätte es ja doch so einigen Anlass gegeben. Also nur ein kurzer Rundumschlag über die letzten Konzerte, und da gab es so einiges.

Die elektronische Dienstbar in der Martin-Luther-Kirche war ganz nett. Es gab ein paar spannende Momente, aber insgesamt hatte ich da wohl etwas mehr Action erwartet. Wir blieben denn auch nicht bis zum Schluss, sondern sind nach drei Acts weiter. Mal wieder zu Ofrin, diesmal im b-flat in der Rosenthaler Straße. Ofrin sind nach wie vor eine tolle Jazzband, die ihr Publikum wirklich begeistern können. Geht hin, sie spielen noch ein paar Mal in Berlin und einmal in Hamburg (siehe myspace).

Richtig fett war auch das Nine Inch Nails Konzert am Tag darauf in der Columbiahalle. Gute Stimmung im Publikum, eine tolle Setlist, super Band. Was will man mehr? Nunja, zum Beispiel ein wenig mehr Visuals. Das war jetzt mein viertes Konzert, und nur beim ersten 1999 gab es die halbtransparente Leinwand mit passenden Videoclips vor der Bühne. Wirklich schade, und das trotz Doppeltermin. Auf der aktuellen Live-DVD kann man sehen, dass es das zumindest in den USA auch auf aktuellen Konzerten gibt. Aber egal – ich ärgere mich immer noch, nur für den Samstag ein Ticket gehabt zu haben. Zum Glück wollen sie ja bald wieder kommen.

Zwischendrin war auch endlich mal wieder ein Konzert von 20meterbreit angesagt, diesmal im Knaack. Die Jungs rockten Souverän wie immer, aber leider war ein Großteil der Knaack-Besucher damit beschäftigt, komische 80er-Jahre-Parties zu feiern, weshalb nicht so viel Stimmung aufkam. Schade. Das Konzert am Tag darauf im Schokoladen war sicherlich besser, aber da war ich zum fränkische-Würste-Grillen eingeladen.

Am 1. April hatte meine Liebste ihr erstes Konzert mit ihrem und Christians Projekt Aura Navarre. Das ganze war im Rahmen einer Rozz-Williams-Memorialnight, weshalb die beiden auch leider keine eigenen Songs spielten – die Interpretationen waren aber trotzdem ganz in ihrem Stil. Trotz Sonntag Abend kamen immerhin circa 50 Leute, und es waren nicht nur Freunde und Bekannte, die begeistert Applaus spendeten. Bilder davon gibt es hier und hier.

Schließlich waren am Ostermontag noch Cocorosie im Postbahnhof angesagt. Vorband waren die Trash-Hip-Hopper Bunny Rabbit. Sehr lustig, sehr energievoll! Live definitiv ein Hingucker, aber ob das für mehr reicht? Ein paar Songs (Lucky Bunnny Foot) waren trotzdem cool.
Danach hatte der Beatboxer von Cocorosie das Publikum weiter aufgeheizt. Ich habe da ehrlich gesagt nicht sehr viele Vergleiche, aber ich fand ihn großartig. Hab da auch einen etwas längeren Clip auf der Speicherkarte, werde ich demnächst mal hochladen.
Cocorosie selbst haben mir auch gut gefallen, auch wenn die Musik nicht sooo mein Ding ist. Ich glaube allerdings, dass so ein Konzert in der Volksbühne besser funktioniert – auch wenn ich sie da nicht live gesehen hatte. Trotzdem – wer’s mag wird begeistert gewesen sein!

So, ist dann doch ein etwas länger geworden, aber eigentlich hätte jedes dieser Konzerte einen Eintrag verdient gehabt.

Club Transmediale 2007

Da es jetzt doch schon recht spät ist, nur ein kurzer Abriss:

Die Maria ist als Location für sowas sehr nett, wenn vielleicht auch etwas zu geräumig. Die Visuals machen in der Größe auf jeden Fall was her.

Highlight des Abends waren definitiv Fuckhead. Eine wahnsinnige Mischung aus Noise, Punkrock, nackten, tätowierten Leibern, schleimigen Flüssigkeiten und clownesker Peformancekunst. Ganz groß. Hier ein kurzes Video von Youtube, mehr gibts als MOV auf deren Homepage.

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Ich habe bei Flickr ein paar Handybilder hochgeladen; unter dem Tag findet sich noch mehr (und natürlich auch nichtrelevante Sachen, die trotzdem lustig sind).

Angekündigtes und erwartetes Highlight war ja eigentlich Venetian Snares, doch nach Fuckhead war ich schlicht satt. Nach nicht mal einer Stunde im Set war ich schon auf dem Weg nach Hause.

Diamanda Galás spielt in Berlin

Diamanda GalásNach langjähriger Pause beglückt uns Diamanda Galás endlich mal wieder mit einem Konzert in Deutschland. Wer die Königin der Vokalistik-Avantgarde erleben will, hat dazu am 18. November in der Passionskirche die Gelegenheit.

Das Konzert findet im Rahmen des „Wie es Ihr gefällt“ Musikerinnen-Festivals statt. Neben Diamanda Galás und vielen anderen internationalen Künstlerinnen hat da übrigens auch Anat einen Auftritt (12. November im Kesselhaus der Kulturbrauerei).

Provinzgroteske (I)

Reichenbach im Vogtland, der 22.07.2006. Auf der Straße vor dem „Bergkeller“ treffen circa 50 Leute ein, um den Darbietungen einer Rock-Cover-Band zu lauschen. Deren Songauswahl war sogar halbwegs erträglich (Deep Purple, Pink Floyd, so Kram halt), allerdings kommen einem derart gecoverte Stücke doch immer irgendwie vergewaltigt vor, vor allem, wenn man das Original zu schätzen weiß. Wenigstens konnten sie halbwegs mit ihren Instrumenten umgehen. Wenn ich da an die eine oder andere Jugenderinnerung zurückdenke… das konnte man nüchtern gar nicht ertragen.

Doch auch im Vogtland kann man schlecht wählerisch sein, und so wurde von einigen Gästen das Tanzbein geschwungen. Und als ob man sich bei Walzerschritt zu „Another Brick in The Wall (Part 2)“ nicht sowieso schon wie in einem schlechtem David-Lynch-Remake vorkommt, muss man dann auch noch den Kleidungsstil der anwesenden Nicht-mehr-ganz-so-jungen-Dorfjugend wahrnehmen.

Aber gestalten wir das mit der Kleidung doch als ein kleines Quiz. Also. Das T-Shirt hatte eine, naja, politische Botschaft. Als Hauptmotiv auf dem Rücken war eine Photocollage zu sehen, die unter anderem aus einigen Politikergesichtern wie Stoiber, Merkel und Beckstein bestand. Welches Spektrum wurde da wohl bedient?

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Drei Konzerte am Samstag

Wenn man Musiker im Freundeskreis hat, freut man sich immer, wenn sie ein Konzert geben können. Auch wenn das mal, wie am Samstag, etwas hektisch werden könnte.

17:30 Blücherplatz: Anat Tuvia

Weltmusik zwischen Orient und Okzident. Das Konzert findet Rahmen des Straßenfestes zum Karneval der Kulturen statt.

20:00 Gendarmenmarkt: Zeljko Vlahovic

Technisch perfekte, und dennoch sehr gefühlvolle Darbietungen klassischer Klavierstücke von Chopin, Haydn und Liszt. Ja, besonders der Liszt hat es Zeljko angetan. Aber selbst als Laie bin ich nicht nur von Chopins zweiter Sonate in b-Moll begeistert. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Piekfein sozusagen.

20:00 Schlesisches Tor: 20MeterBreit, Tollkirsch, Miss America

Satanistischer Post-Noise-Rock oder Glamour-, Krawall- und Agit-POP? Durch den Abend mit anschließender Party leitet der unvergleichbare Jonny Freedom! Im Kato.

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Das Ende des Leidens – Current 93 in der Volksbühne

Am Montag hatte ich das Glück, in der Berliner Volksbühne einer seltenen und nicht weniger beeindruckenden Musikdarbietung beizuwohnen: dem (neben einer Vorstellung am Sonntag) ersten Deutschland-Konzert der britischen Neofolk-Band Current 93 seit 15 Jahren. Eigentlich ist diese Art von Musik eher weniger mein Fall, aber gestern konnte ich mich der Begeisterung nicht entziehen. Doch der Reihe nach. Das Ende des Leidens – Current 93 in der Volksbühne weiterlesen