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Web 2.0 Berichterstattung über Squat Tempelhof

Mir war ja Twitter auch lange Zeit suspekt, aber gerade zeigt sich, dass es halt doch immer darauf ankommt, wie und für was eine Technik eingesetzt wird. Der Twitter Stream #tempelhof gibt schon einen guten Eindruck der Geschehnisse, auch wenn vieles wiederholt wird. Zum Beispiel diese Bilder aus der Berliner Morgenpost von einem Zivil-Polizisten, der mit seiner Waffe einen Demonstranten bedroht.

Oder dieses YouTube-Video, welches aus einem Wohnhaus an der Hermannstraße Ecke Herrfurthstraße aufgenommen wurde, und einen Polizeieinsatz dokumentiert:

Max Headroom is back on the network

Der Namenspatron dieses Weblogs erhält mal wieder ein wenig Medienpräsenz. Das 20-jährige Jubiläum des Video-Hacks ist zum Beispiel dem Hal Faber aufgefallen. Dann gibt es einen Werbevideo für englisches Pay-TV, in dem Max als vergessener Alt-Star den 80ern hinterher trauert. Gefunden habe ich das beim Deckhead, der auch noch Gerüchte über neue Folgen streut. Bis die fertig sind, kann man sich via Joost zumindest schon mal einige Episoden legal und kostenlos anschauen. Und dass der Max-Headroom-Style immer noch zeitgemäß genutzt werden kann, zeigt das BatzLog mit seinem Jahresrückblick 2007.

Von einigen YouTube-Videos habe ich eine Playlist angelegt, das Feature wollte ich eh mal ausprobieren:

Freiheit am neun-elf

Heute vor 18 Jahren siegte der Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit gegen eine repressive Obrigkeit. Viel zu lange wurde ein ganzes Land eingesperrt, überwacht und unterdrückt. Am Ende genügten das Gestammel eines in die Ecke gedrängten Parteibonzen, und eine Bevölkerung, die dessen Worte ausnahmsweise mal wörtlich nahm.

Eine Sternstunde der Geschichte, die so vieles verändert hat. Im Großen wie im Kleinen. So hätte ich wohl die Liebe meines Lebens hinter der Mauer nie kennengelernt.

Ganz anders der heutige Tag. Die Volksvertreter verkünden nicht mehr, sondern weniger Freiheit. Eine anonyme Nutzung von Telekommunikation soll ab dem kommenden Jahr mit der Einführung der Vorratsdatenspeicherung nicht mehr möglich sein. Wie bei allen vergleichbaren Maßnahmen seit dem 11.9. wird auch hier wieder die Sicherheit als Verkaufsargument genannt. Und natürlich soll das alles auch nur die Verbrecher betreffen.

Bedenken und Kritik dagegen gibt es viel, doch die Entscheider in den sogenannten Volksparteien wissen es besser. Als Informatiker kann ich nur sagen, dass selbst einfache Programme nicht immer so laufen, wie man sich das erhofft. Was da bei einem Analyseprogramm für Telekommunikationsdaten alles herauskommen kann, wage ich mir kaum auszumalen. Fraglich ist für mich nicht ob, sondern nur wann es den ersten Harry Buttle geben wird.

Weiterführende Links

Lärmtermine

In Berlin wird einem ja ein wirklich großes Spektrum der elektronischen Musik angeboten. Auch die weniger eingängigen Spielarten wie Noise und Industrial kommen da nicht zu kurz. Dazu zwei Ausgehtipps für die nächsten Tage.

Heute: The Young Gods im Berghain

Das schweizer Industrial-Urgestein „The Young Gods“ konnten wir bei ihrem letzten Berlin-Abstecher in der Kalkscheune schon sehen. War ein gutes Konzert – die Jungs haben ihr Ding echt drauf. Leider waren nicht sehr viele Leute da, mal sehen wie das heute im Berghain wird.

Samstag: Crossing The Parallel in der Maria

Ein neues Konzept stellen Schlagstrom am Samstag in der Maria vor: „Electro – Industrial – Techno – EBM – Noise – old school EBM treffen aufeinander“. Klingt genau nach meinem Geschmack! Mir war die Vermischung von Szenen und Stilen schon immer lieber als getrennte Welten. Mal sehen, wie das beim Publikum ankommt. Ich freue mich jedenfalls besonders auf Luc Van Acker (Revolting Cocks) und The Horrorist.

Fusion 2007

Dieses Jahr habe ich es auch endlich mal auf das Fusion Festival geschafft. Eine großartige Erfahrung, die ich jedem Freidenker und Musikliebhaber wärmstens empfehlen kann. Der Schwerpunkt mag auf den verschiedenen Spielarten elektronischer Musik liegen, doch wie der Name schon andeutet, gibt es hier eigentlich alles. Gesehen und gehört habe ich eben auch Reggea, Ska, Hardcore, Punk, Klezmer, Hip-Hop und experimentellen Kram, der jeder Beschreibung spottet. Oder in welche Schublade soll man eine Band aus Gitarrenfeedback und acht Schlagzeugern stecken, die 45-minütige Songs spielen?

Das Video zeigt einige Impressionen, aufgenommen mit meinem Nokia 6280.

Art is advertising?

Kurz nachdem mir die Idee für ein neues flickr-Set kam, und ich auch sehr schnell Motive gefunden hatte, stieß ich bei meinem Weg zur Arbeit auf folgende Malereien auf dem Bürgersteig:

Nun könnte man meinen, da hat sich einer die Sprühschablonen aus dem Year-Zero-Web runtergeladen, und halt einfach beim NIN-ARG mitgemacht. Da spricht aus meiner Sicht aber einiges dagegen:

  • Rosa und weiße Farbe
  • Die PDF-Sprühschablonen haben keinen direkten NIN oder Year Zero Text drauf. Nur das Logo.
  • Die Symbole wurden ausschließlich und sehr gehäuft direkt vor genau der Hofeinfahrt angebracht, die unter anderem auch zu den Räumen der Musikredaktion von motor.fm führt. Prompt gab es heute früh ein Feature über Nine Inch Nails und Year Zero.

Wenn man nun noch bedenkt, dass der Hauptsitz von Universal Music nur ein paar hundert Meter Luftlinie entfernt ist, lässt es sich vortrefflich spekulieren, wer da wirklich mit Farbe gekleckert hat.

Wir brauchen keinen Großen Bruder

An der FH Augsburg ist diese Animation zum Thema „Überwachungsstaat“ entstanden (veröffentlicht unter Creative Commons):

Es gibt ja seit ein paar Tagen auch ein neues Nine Inch Nails Video (Survivalism), welches sich ebenfalls ganz geschickt mit der Thematik auseinandersetzt. Da dieses Video allerdings nur offiziell inoffiziell via USB-Toilette veröffentlicht wurde, und die Bluthunde Anwälte von Universal bekanntlich keinen Spaß verstehen, lass‘ ich das mit dem direkten YouTube-Embed mal lieber sein.

Club Transmediale 2007

Da es jetzt doch schon recht spät ist, nur ein kurzer Abriss:

Die Maria ist als Location für sowas sehr nett, wenn vielleicht auch etwas zu geräumig. Die Visuals machen in der Größe auf jeden Fall was her.

Highlight des Abends waren definitiv Fuckhead. Eine wahnsinnige Mischung aus Noise, Punkrock, nackten, tätowierten Leibern, schleimigen Flüssigkeiten und clownesker Peformancekunst. Ganz groß. Hier ein kurzes Video von Youtube, mehr gibts als MOV auf deren Homepage.

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Ich habe bei Flickr ein paar Handybilder hochgeladen; unter dem Tag findet sich noch mehr (und natürlich auch nichtrelevante Sachen, die trotzdem lustig sind).

Angekündigtes und erwartetes Highlight war ja eigentlich Venetian Snares, doch nach Fuckhead war ich schlicht satt. Nach nicht mal einer Stunde im Set war ich schon auf dem Weg nach Hause.